11.05.2018 - 15:28 Uhr
Oberpfalz

Fläche am Stadtfriedhof wird asphaltiert - Doppelnutzung vielleicht später Kleine Lösung für Parkplatz

Der Stadtrat hat den Bau von Sozialwohnungen auf dem Parkplatz am Friedhof mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt. Nun geht es nach einem Antrag der CSU in der Stadtratssitzung um die künftige Gestaltung der 3100 Quadratmeter großen Fläche.

Eine große Lösung für den Friedhofs-Parkplatz ist den Stadträten zu teuer. Archivbild: Schönberger
von Volker Klitzing Kontakt Profil

In der Diskussion wurde schnell deutlich, dass die große Lösung (110 Stellplätze) mit frostsicherem Ausbau, Bäumen, Beleuchtung und Kosten von bis zu 450 000 Euro keine Chancen haben würde. Schon Hans Sperrer als erster Redner sprach sich für die Variante 2 aus, die eine provisorische Asphaltbefestigung zum Inhalt hat. Bei grob geschätzten Kosten in Höhe von rund 90 000 Euro könnten 90 Stellplätze geschaffen werden.

Allerdings machte Baudezernent Oliver Seidel deutlich, dass Abmarkierungen und Parkautomaten in diesen Kosten nicht enthalten seien. Die Instandsetzung würde 10 bis 15 Jahre halten. Sperrer verwies auf zwei große Beerdigungen in der vergangenen Woche, die bewiesen hätten, wie notwendig die Parkplätze für die Friedhofsbesucher seien. Er schlug vor, die Maßnahme aus Mitteln der Stellplatzablöse zu finanzieren.

Für SPD-Fraktionschef Roland Richter ist es nach wie vor ein "Riesenfehler", dass sich der Stadtrat nur für eine Lösung ausgesprochen hat. "Parkplätze und Wohnungsbau wären möglich gewesen." Jetzt werde die SPD mehrheitlich dem Kompromiss zustimmen, der später vielleicht noch eine weitere Lösung zulässt. CSU-Chef Stephan Gollwitzer räumte ein, dass eine Doppelnutzung machbar gewesen wäre, aber jetzt seien die Parkplätze vordringlich. Auch Hans-Jürgen Gmeiner (CSU) forderte, diesen Weg weiterzuverfolgen. Stefan Rank (Bürgerliste) betonte, dass viele Leute auf ihr Auto angewiesen seien.

Der "Vorrang für Blech" sei die falsche Priorisierung, kritisierte Grünen-Fraktionschef Karl Bärnklau. Bei Schulen, Kultur und Soziales knausere man oft mit 1000 Euro, hier aber gebe man rasch mal 90 000 Euro aus. Gegen diese Aussage verwahrte sich CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pausch. Gerade bei den Schulen werde nicht gespart. Und zu den geforderten Sozialwohnungen sagte er, Weiden brauche 300. "Mit dem Bau von 12 wird die Not nicht gelöst."

Schließlich stimmte der Stadtrat der Parkplatz-Lösung mit großer Mehrheit gegen die Grünen Gisela Helgath und Bärnklau sowie die SPD-Vertreter Brigitte Schwarz, Matthias Loew und Alois Schinabeck zu.

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