13.01.2016 - 19:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Flüchtlingen in Mehrzweckhalle das Leben erträglicher machen Experten erarbeiten Beschäftigungskonzept, auch Bevölkerung soll Vorschläge machen

Die Stadt will so schnell wie möglich das Leben für die Flüchtlinge in der Mehrzweckhalle erträglicher machen. 220 Kinder, Frauen und Männer sind derzeit in der Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht, 200 davon sogar schon mehr als 10 Wochen. "Und die Verweildauer wird immer länger, teilte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß am Mittwoch in einer Presseerklärung mit.

von Volker Klitzing Kontakt Profil

Konflikte vorprogrammiert

Obwohl die Weidener Halle im Vergleich zu anderen Einrichtungen eher als Vorzeigeprojekt gilt, hatte der OB für den Vormittag einen Expertenkreis ins Rathaus eingeladen, um über ein Beschäftigungskonzept für die Flüchtlinge zu beraten. Neben Vertretern der Stadtverwaltung mit dabei waren Polizei, AK Asyl, Caritas, Diakonie, Berufsschule, Einsatzleitung und Security. Allgemeine Auffassung sei gewesen, dass dieses lange Zusammensein auf engstem Raum besondere Stress-Situationen erzeugt. Jeder sollte sich selbst klarmachen, was es bedeutet, mit 250 weiteren Personen ohne Rückzugsmöglichkeit bis zu 6 Monate zu verbringen. Verschlimmert werde die Situation dadurch, dass Schiiten und Sunniten gemeinsam in einem Raum untergebracht sind, ebenso Zugehörige unterschiedlicher Bürgerkriegsparteien. Da sind Konflikte vorprogrammiert.

Beispiel: Sport anbieten

Deshalb ist es wichtig, die Flüchtlinge zu beschäftigen, wie es der AK Asyl mit dem Unterricht für Kinder vorbildlich vormacht. Seggewiß hat das Sozialamt beauftragt, kurzfristig ein Konzept für die Betreuung zu erarbeiten. Auch die Weidener Bevölkerung ist aufgerufen, Vorschläge zu machen, aktiv auf Flüchtlinge zuzugehen und Sport- oder sonstige Freizeitmöglichkeiten anzubieten..

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