16.02.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Forderungen der IG BAU zu den Tarifverhandlungen Wegezeit ist Arbeitszeit

Oft müssen die Bauhandwerker über Stunden zu ihrer Arbeitsstelle anreisen. Und das ist bisher ihr Privatvergnügen. So soll es aber nicht bleiben. "Wegezeit ist Arbeitszeit" ist daher eine der Hauptforderungen bei den Tarifverhandlungen, betont Petra Katens, Fachsekretärin der IG Bauen, Agrar, Umwelt, beim Aschermittwochsgespräch der Gewerkschaften.

Petra Katens führt als Fachsekretärin die IG BAU. Bild: Schönberger
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Mit einer weiteren Forderung, nämlich der Wiedereinführung des 13. Monatsgehalts (bis 780 Euro) habe die IG BAU bei den Arbeitgebern des Bauhauptgewerbes auf Granit gebissen. "Wir haben noch nie eine solche Arroganz erlebt", so Katens. Die Arbeitgeber wollten den Erfolg der Branche nicht mit ihren Beschäftigten teilen. Bei der Nachwuchswerbung stünden sie sich mit ihrem Geiz selbst im Wege. So müssten viele der Azubis Schuhe und Schutzkleidung aus eigener Tasche bezahlen. Auch für den mitunter weiten Weg zur Berufsschule müssten die Azubis selbst aufkommen. All das, sowie eine sechs prozentige Lohnerhöhung, sollen am 28. Februar erneut verhandelt werden. Bis dahin will die IG BAU verstärkt in den Betrieben werben.

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