Gemeinderat Schwarzach
Neues Gesicht im Rat

Bürgermeister Hans Gradl (rechts) bedankte sich bei seinem Stellvertreter Franz Grabinger für die professionelle Übernahme der Amtsgeschäfte während der Erkrankung und nach dem Tod des Ersten Bürgermeisters Alois Böhm und überreichte ein Präsent. Bilder: ohr (3)
 
Bernhard Lehner leistet den Eid als Listennachfolger von Hans Gradl.

Bürgermeister Hans Gradl leitete die erste Sitzung des Gemeinderats Schwarzach nach seiner Wahl. Das Gemeindeoberhaupt nahm zwei Vereidungen ab. Ein äußerst knappes Ergebnis brachte die Wahl zum weiteren Stellvertreter.

Im Beisein der stellvertretender Geschäftsstellenleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld, Kathrin Schwarz, gab Gradl nach der Eröffnung bekannt, dass die Vereidigung des Ersten Bürgermeisters nicht erforderlich sei, da er (Gradl) bereits in der bisherigen Wahlperiode ein entsprechendes Amt bekleidet habe.

In seinen weiteren Worten bat er um verantwortungs- und vertrauensvolle Zusammenarbeit und dankte seinen beiden Mitbewerbern für den fairen Umgang in der Phase vor der Wahl. Er möchte Bürgermeister für alle Ortsteile sein, sagte Gradl. Anliegen und Probleme sollten offen vorgebracht werden. Er verspreche, "nach besten Kräften mit größtmöglichem Einsatz für die Gemeinde Schwarzach und ihre Bürgerinnen und Bürger zu arbeiten". Aber auch das nötige Quäntchen Glück brauche man.

Im Anschluss nahm der Bürgermeister Listennachfolger Bernhard Lehner den Eid ab. Auch die Bestellung zum Nachrücker als Verbandsrat zum Zweckverband zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe erhielt ein einhelliges Votum. Der Erste Bürgermeister ist kraft des Gesetzes vertreten.

Zur Wahl des weiteren Stellvertreters - des Dritten Bürgermeisters - hatte das Gremium zwischen zwei Vorschlägen zu entscheiden. Ludwig Röhrer plädierte für Hubert Jetschmann als Unterlegenen mit den meisten Stimmen. Richard Böckl setzte sich für Franz Herrmann als den Mann für den Westen des Gemeindegebiets ein. Die geheime Wahl mit den 13 stimmberechtigten Gemeinderäten unter der Leitung von Kathrin Schwarz erbrachte folgendes Ergebnis: Auf Franz Herrmann entfielen sieben und auf Hubert Jetschmann fünf Voten. Ein Stimmzettel wurde leer abgegeben. Der neue Dritte Bürgermeister bedankte sich fürs Vertrauen und fügte hinzu: "Ich wusste, dass die Wahl knapp ausgehen würde." Er bot allen die Zusammenarbeit an.

Der Bürgermeister gab zwei Vergaben aus der nicht öffentlichen Sitzung vom 21. November 2016 bekannt. Sie betreffen die Sanierung und Umgestaltung des Schlossbauernhofes in Altfalter zum Dorfzentrum, Bauabschnitt Dorfstadel. Den Auftrag für die Lieferung der Holzlatten für das Treppengeländer erhielt die Firma Dippel aus Pressath zum Preis von 1411 Euro. Das Unternehmen Agrob Buchtal liefert die Fliesen für die Küche zur Angebotssumme von 1570 Euro (jeweils brutto).

Zwei Bauanträgen, jeweils zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage, erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen. Das Vorhaben von Matthias und Silke Buron an der Altfalterer Straße in Schwarzach erhielt das Plazet zur Befreiung von mehreren Festsetzungen. Der rund 45 Jahre alte Bebauungsplan entspreche nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten, gaben die Antragsteller zu bedenken. Die Änderungen sind städtebaulich vertretbar, und das Vorhaben füge sich in die vorhandene Bebauung ein, waren sich die Gemeinderäte einig. Die Unterschriften benachbarter Grundstückseigentümer sind auf den Planunterlagen vollständig vorhanden. Die Parzelle von Sandra Baumer und Stefan Müller in der Bahnhofstraße 15 liege im Geltungsbereichs des Bebauungsplanes "Ortskern Wölsendorf" und verfüge zurzeit über keinen Kanalanschluss. Zwei Varianten lagen dem Gemeinderat zur Abwägung vor: Alternative eins mit einem Kostenaufwand von 12 000 Euro mit Hilfe einer Kanalverlängerung von rund 30 Metern sowie Vorschlag zwei mit Überquerung der Bahnhofstraße zum Preis von circa 3500 Euro. Dritter Bürgermeister Franz Herrmann brachte in der Aussprache eine dritte Variante ins Spiel. Dieser Lösungsvorschlag könnte einen weiteren Bauplatz mit erschließen. Das Gremium beauftragte den Bauausschuss zu einer Augenscheinnahme; der Bericht soll zur nächsten Sitzung vorliegen.

Der Gemeinde wurde mitgeteilt, dass im Zuge eines Sonderprogramms ein Freileitungsmast in der Gemarkung Weiding zur Verbesserung der Standsicherheit durch einen neuen ersetzt werden soll, informierte die Verwaltung.

Bürgermeister Hans Gradl bedankte sich bei seinem Stellvertreter Franz Grabinger für die professionelle Wahrnehmung der Amtsgeschäfte während der Erkrankung und nach dem Tod von Bürgermeister Alois Böhm und überreichte ein Präsent. Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger hieß den neu Gewählten in der Runde willkommen und bot Zusammenarbeit an.
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