20.02.2018 - 16:28 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Gerald Bolleininger (SPD) erkennt im Stadtrat Verbindungen zur Schauspielerei Noch ist er lieber Politiker

"Und ewig rauschen die Gelder" heißt das neue Theaterstück der "Lustigen Konrader", das am 14. April Premiere feiert. Da fühlen sich Kommunalpolitiker schnell an eine Sitzung des Finanzausschusses erinnert. Und wenn dann noch "auf der Bühne die Fetzen fliegen", könnte es sich auch um eine Stadtratssitzung halten. Gerald Bolleininger sieht durchaus Gemeinsamkeiten, wie er bei der Hauptversammlung der Theatergruppe feststellte. NT-Redakteur Volker Klitzing fragte beim SPD-Stadtrat rasch mal nach.

von Volker Klitzing Kontakt Profil

Politik und Schauspielerei ist dasselbe, haben Sie, Herr Bolleininger, bei den "Konradern" erklärt.

Gerald Bolleininger: Nicht ganz. Manchmal dasselbe, habe ich gesagt.

Wie äußert sich das?

Schauen Sie sich doch mal die Stadtratssitzungen an. Sie sind ja selbst oft dabei. Da wird eine Stunde heftig und kontrovers diskutiert, und dann doch einstimmig abgestimmt. Das ist Theaterspielerei.

Jetzt beleidigen Sie aber das Theater.

Nein, so meine ich das nicht. Vielleicht sollte ich auch lieber von Schauspielerei sprechen.

Sie könnten sich vorstellen, mal von der Politik zu den "Konradern" zu wechseln. Welche Rolle würden Sie gern spielen?

Keine große Rolle, Statist vielleicht. Aber in erster Linie würden mich der Bühnenaufbau und die Technik interessieren.

Ihr Stadtratskollege Hans Blum von der CSU hat bei der Versammlung eine seitens der Stadt stärkere Unterstützung der lokalen Theatergruppen gefordert. Dafür sollte weniger Geld in die Tourneetheater investiert werden. Wie stehen Sie dazu?

So abwegig ist das nicht. Bevor das Geld nach außen geht.

Wer hat jetzt geantwortet, der Politiker oder der Schauspieler?

Eindeutig der Politiker.

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