24.08.2017 - 17:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Gewerbesteuer sprudelt bis 23,9 Millionen Euro – Anbindung Wittgarten 1,1 Millionen teurer als ... Der doppelte Durchbruch

Eine unschöne Mitteilung gab es am Mittwoch im Ferienausschuss. Beim Wittgarten-Durchstich erhöhen sich die Kosten um über eine Million Euro. Aber es gab auch eine schöne. Die Stadt könnte diese Mehrausgaben selbst schultern. Weil die Gewerbesteuer angesprungen ist.

Es sind fast 40 Jahre her, dass die Idee aufkam, den Wittgarten, und damit den Stadtteil Stockerhut, durch einen Tunnel unter der Bahn an die Innenstadt anzubinden. Lange Zeit wuchs Gras darüber. Jetzt wird's aber doch noch konkret, wenn auch teurer als geplant. Am Osterwochenende wird die Bahnstrecke gesperrt und der Tunnelblock eingeschoben Bild: Schönberger
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Und jetzt kommt praktisch noch eine zweite schöne Mitteilung dazu. Die Stadt ist bei der Anbindung des Stadtteils Stockerhut an die Innenstadt gar nicht so stark gefordert. Nach Gesprächen mit der Regierung in Regensburg vor wenigen Tagen steht laut Oberbürgermeister Kurt Seggewiß fest: "Die Maßnahme wird mit 90 Prozent bezuschusst."

Angesichts der aktuell starken Auslastungen hatten sich nur wenige Baufirmen an der Ausschreibung beteiligt. Dazu kam, wie CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch anmerkte, dass diese Spezialmaßnahme "nicht jeder kann". Am Osterwochenende nächsten Jahres soll der Tunnelblock eingeschoben werden. Dazu muss die Bahn die Strecke für einige Tage sperren. Die Kosten für diesen Bauabschnitt erhöhen sich von 1,35 auf 2,45 Millionen Euro. Die Gesamtkosten werden jetzt mit 4,9 Millionen veranschlagt.

Wegen der Veränderungen beim Durchstich musste der Ferienausschuss einen zweiten Nachtragshaushalt für 2017 absegnen. Dies erfolgte einstimmig. Dabei teilte Stadtkämmerin Cornelia Taubmann mit, dass sich die Einnahmen aus der Gewerbesteuer nach derzeitigen Schätzungen auf 23,9 Millionen Euro hinbewegen. Das sind fast 3 Millionen mehr als der ursprüngliche Ansatz im Haushalt. Erstmals seit langer Zeit könne man wieder von einem "großen Sprung über 20 Millionen" reden, freute sich SPD-Fraktionschef Roland Richter. Wie nachhaltig dieser ausfalle, sei allerdings nur schwer einzuschätzen. Und Wolfgang Pausch ergänzte: "Jetzt können wir auch wieder Unvorhergesehenes stemmen."

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