Grüne warnen vor ausufernden Flächenverbrauch
Unterschriften gegen Betonflut

Politik
Weiden in der Oberpfalz
14.09.2017
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(exb) "Weiden verliert durch das Verschwinden von Natur- und Ackerflächen immer mehr an Lebensqualität", warnt Stephan Korb, Kreisverbandssprecher der Grünen. "In Weiden sieht man den Flächenverbrauch besonders deutlich am geplanten Gewerbegebiet Weiden West IV und an der Denkfabrik Halmesricht", findet Korb.

Zusammen mit der ÖDP und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) haben die bayerischen Grünen das Volksbegehren "Damit Bayern Heimat bleibt: Betonflut eindämmen" gegen den ausufernden Flächenverbrauch gestartet. Dafür sammeln die Weidener Grünen an den kommenden Samstagen an ihrem Infostand am Alten Rathaus Unterschriften.

Wie die Grünen mitteilen, verschwinden in Bayern jeden Tag 13 Hektar Land unter Asphalt und Beton. "Die ungebremste Versiegelung und Verdichtung des Bodens zerstört die natürlichen Lebensgrundlagen, führt zur Verödung der Ortszentren, verstärkt die Hochwassergefahr, vernichtet Acker- und Grünland. Und sie ist einfach hässlich, entstellt das Gesicht Bayerns", sagt Gisela Helgath, die Weidener Direktkandidatin der Grünen. "Wir brauchen eine verbindliche Höchstgrenze für den ausufernden Flächenfraß. Künftig dürfen nicht mehr als fünf Hektar Fläche täglich verbraucht werden. Das lässt genug Raum für den Wohnungsbau und sorgt bei Ansiedlungen von neuen Unternehmen für einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden. So schaffen wir es, dass die nördliche Oberpfalz ihr Gesicht behält", sagt Helgath.
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