22.11.2017 - 18:42 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

In den Bereich der Bahnhofstraße kommt Bewegung Dynamik auch ohne die Bahn

Von einem neuen Quartier Bahnstadt war schon die Rede. Oder von einem Bildungscampus Bahnstadt. Der Verfall rund um das alte Betriebswerk sollte nur noch Geschichte sein. Doch dann wurden die in die Zukunft führenden Gleisanlagen wieder stillgelegt. Jetzt aber tut sich wieder was, eine Nummer kleiner.

Der neue Baudezernent Oliver Seidel erwartet für den Stadtteil Bahnhof eine neue Dynamik. Dann dürfte sich auch auf dem alten Bürgerbräu-Grundstück zwischen Bahnhof- und Hochstraße etwas tun. Bild: Meister
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Vor ziemlich genau fünf Jahren wurden dreierlei Testentwürfe präsentiert. Bei der Rahmenplanung "Bahnhof/Bahnstadt" ging es schlichtweg darum, ein neues vitales und selbstständiges Viertel im Bahnhofsgebiet zu schaffen. Arbeiten, Wohnen und Erholen beidseits der Bahngleise war das Ziel. Zwei besondere Elemente sollten dem Ganzen den Stempel aufdrücken, ein Quartierpark westlich der Gleise und das Gründerzentrum "Bauscher-Höfe" mit Bauscher-Platz östlich. Auch ein Neubau der Realschulen war eine Option. Für eine Entlastungsstraße zwischen Frauenrichter- und Regensburger Straße direkt entlang des Bahnkörpers waren sogar schon die Kosten berechnet: 1,45 Millionen Euro. Schließlich wurden zwischen Bahn und Stadt auch noch Verträge unterzeichnet. Das war's dann.

Bis zu diesem Montag im Stadtrat. Da ging es um Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau West. In diesem Zusammenhang verwies die Verwaltung auf die Rahmenplanung "Bahnhof/Bahnstadt" aus den Jahren 2012/2013. Deren Ergebnisse sollten nun "in einem kleineren Baustein" vertieft betrachtet werden. Der reicht von der Frauenrichter Straße im Norden bis zum Bauscher-Gelände im Süden sowie von der Bahnlinie im Westen bis zur Hochstraße im Osten. Am Ende der "Vertiefung" sollen mögliche förderfähige Projekte und Maßnahmen aufgezeigt werden, die unabhängig von der Bahnflächenentwicklung auf der Ostseite der Bahntrasse (Stichwort Elektrifizierung) durch die Stadt kurz- bis mittelfristig selbst durchgeführt oder begleitet werden können. Der neue Baudezernent Oliver Seidel spricht von einem Gebiet, das eine große Dynamik entwickeln könnte. Als ganz wichtiges Signal sieht er dabei den Neubau der AOK, der noch größer als zunächst geplant ausfallen wird. Auch einige Eigentümerwechsel in dem genannten Bereich sieht er positiv.

Die "vertiefte" Betrachtung hat erneut das Stuttgarter Architektenbüro Pesch übernommen, das schon mit der ursprünglichen Rahmenplanung befasst war. Die Kosten wurden mit zunächst 85 000 Euro angegeben.

Für das Städtebauförderungsprogramm "Stadtumbau West" wurden noch weitere Maßnahmen angemeldet. Dabei geht es auch in Zusammenhang mit der neuen Stadtgalerie "NOC" um einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für die westliche Innenstadt. An die Gestaltung des Straßenraums und die Wegebeziehungen in dem Bereich werden neue Anforderungen gestellt. Mit Realisierungsteil sind 195 000 Euro eingeplant. 95 000 Euro sind für den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb "Wittgarten und Josef-Witt-Platz" vorgesehen.

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