Jusos fassen Beschluss gegen Wildtiere im Zirkus
Nur zur Belustigung

Tiger und Löwen gehören nach Ansicht der Jusos zu den Tieren, die im Zirkus nicht tierschutzgerecht gehalten werden. Bild: Schönberger
Politik
Weiden in der Oberpfalz
10.07.2017
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Die Nordoberpfälzer Jusos sind der Meinung, dass Wildtiere in einem Zirkus nichts zu suchen hätten. Einen entsprechenden Beschluss haben sie auf Initiative der Altenstädterin Sophie Salfetter getroffen. Anlässlich des Gastspiels von Circus Krone in Weiden sagte sie: "Gute Haltung hin oder her, diese Tiere verbringen ihr Leben lang in Gefangenschaft und dienen den Menschen nur zur Belustigung."

Elefanten bewegten sich quer durch Afrika und auch die Reviere der Löwen seien riesig. Keine noch so gute Haltung könne diesen Bedürfnissen gerecht werden. In einer Pressemitteilung der Jusos heißt es ferner, der Bundesrat habe bereits vor einem Jahr zum dritten Mal bestätigt, dass Wildtiere in einem Zirkus nicht tierschutzgerecht gehalten werden könnten. Dies gelte besonders für Elefanten, Großbären, Nashörner, Menschenaffen und Giraffen.

Vorsitzender Adrian Kuhlemann zeigte sich überzeugt, dass auch die Jusos in der Oberpfalz und in Bayern den Antrag unterstützen werden. Zuschauer sollten sich bewusstwerden, dass sie mit ihrem Eintrittsgeld das Leben der Tiere in Gefangenschaft unterstützen. Nach einem Gespräch mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bezeichnete es Kuhlemann als bedauerlich, dass einige Gerichte mittlerweile ein kommunales Wildtierverbot wegen fehlender Zuständigkeit wieder gekippt hätten. Entscheiden müsse das Landwirtschaftsministerium.
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