25.02.2018 - 16:10 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Kandidaten stellen sich in Weiden vor FDP sucht ihren Spitzenkandidaten

Bayerns Liberale suchen ihren Spitzenkandidaten. Dazu hat die Bayern-FDP zu einer Urwahl aufgerufen. Seit dem 22. Februar können Mitglieder über ihren Spitzenkandidaten abstimmen. Die FDP spricht dabei von einem "modernen Wahlkampf". Die Abstimmung läuft bis zum 1. März, 12 Uhr. Wahlberechtigt ist, wer vor dem 2. Februar in die Partei eingetreten ist. Der Spitzenkandidat wird am 24. März vom Landesparteitag offiziell bestätigt.

Martin Hagn (links) kam fast zu spät, präsentierte sich jedoch selbstbewusst. Außer ihm stellten sich Albert Duin, Andreas Keck, Carl von Lerchenfeld und Gabriele Neff als mögliche Spitzenkandidaten vor. Bild: uz
von Autor UZProfil

In allen sieben Regierungsbezirken gab es Kandidatenforen. Das Schlusslicht bildete am Samstag die Oberpfalz. Sechs der acht Kandidaten standen im "Alten Eichamt" den Mitgliedern Rede und Antwort. Den Anfang bestritt der 38-jährige Diplom-Kaufmann und selbstständige Medienunternehmer Tobias Thalhammer aus Neubiberg. Er schickte eine Videobotschaft. Thalhammer bringt vier Jahre Landtagserfahrung mit, setzt auf die klassischen Themen, wie Landwirtschaft, Bildung, Wirtschaft und entwirft ein modernes Menschenbild.

Auch der 54-jährige Münchner Andreas Keck wirft seinen Hut in den Ring. "Seit 20 Jahren bin ich dabei, weil mich damals die Alleinherrschaft der CSU so aufgeregt hat." Wer nur Mütterrente und Maut ganz oben auf seine Agenda setze, habe es nicht verdient, allein zu regieren. Ihm gehe es um den demographischen Wandel, um Pflege, Flüchtlingsproblematik und die Digitalisierung, sagte der Unternehmer.

Albert Duin, mittelständischer Unternehmer, betonte, dass er allein schon beruflich täglich mit allen Themen der Politik konfrontiert sei. Das beginne bei der Einstellung seiner Auszubildenden und ende bei der Weiterbildung der Angestellten. Der 64-jährige Münchner: "Man muss nehmen, was einem die Schulen zur Verfügung stellen." Auch mit Flüchtlingen habe er Erfahrungen. "Eine Beschäftigung scheitert weniger am guten Willen, als vielmehr an der deutschen Bürokratie."

Carl von Lerchenfeld ist Agrarberater und Kunstsachverständiger. Der 59-jährige steht für Bildung, Wirtschaft und den in letzten Jahren "schändlich vernachlässigten ländlichen Raum." Erziehung und gute Bildung seien Grundvoraussetzungen für ein funktionierendes Bayern. Ferner die Digitalisierung. "Ich bin für Innovation und Moderne und wünsche mir ein starkes Bayern."

Die Verwaltungswirtin und stellvertretende Landesvorsitzende Gabriele Neff sitzt seit 2002 im Münchner Stadtrat. "Bayern geht es gut. Aber es ist nicht auf die Zukunft vorbereitet." Das Bildungssystem habe Eltern wie Schüler verunsichert. "Wir brauchen eine neue Strukturierung der Lehrpläne und eine besserer IT-Ausstattung an den Schulen."

Der Strategie- und Kommunikationsberater Martin Hagn aus Baldham schaffte es gerade noch nach Weiden. Der 36-Jährige sprach sich für ein "Update Bayerns" aus. Im Bildungssystem mangele es an Chancengleichheit. Sein Motto: "Leben und leben lassen." Nicht aufs Podium geschafft hatten es Hans-Joachim Hofstetter und Michael von Gumppenberg.

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