Klaus Bergmann als Direktkandidat für den Landtag gewählt
Grüne nominieren Bergmann

Johannes Neumann, Agnes Scharnetzky, Klaus Bergmann und Sonja Schuhmacher (von links) - das sind die Kandidaten der Grünen für die Land- und die Bezirkstagswahl. Bild: Kunz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
23.01.2018
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Die Grünen haben gewählt. Klaus Bergmann wird für den Kreisverband Weiden-Neustadt als Direktkandidat um ein Landtagsmandat in den Wahlkampf ziehen. Der Diplom-Ingenieur (FH) für Luft- und Raumfahrttechnik und ehemalige Weidener Stadtrat will sich im Falle eines Wahlsiegs neben umweltpolitischen Themen auch für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen.

In seiner Rede prangerte Bergmann den "zügellosen Kapitalismus" und seine "himmelschreienden Ungerechtigkeiten" an. Die Schere von Arm und Reich klaffe immer weiter auseinander. "Wir haben einen Kapitalismus, der nur das Ziel Wachstum kennt." Gerechtigkeit sei kein Wert mehr. Dies formulierten neulich ungeniert Spitzenlobbyisten aus der Deutschen Wirtschaft. So eine Einstellung erschüttere die Grundfeste der Demokratie. Weitere Themen waren Globalisierung, Nationalismus, die Abschaffung der sogenannten "10-H-Regelung" bei Windkrafträdern sowie mehr schulische Kompetenzentwicklung im digitalen Bereich. Eine Koalition mit der CSU schloss Bergmann kategorisch aus. Er wolle aber seine Stimme gegen die geplante Starkstromtrasse einbringen. "Weil wir die nicht brauchen."

Über die Liste will es Sonja Schuhmacher in den Landtag schaffen. Die Nominierungsversammlung wählte die Naturschützerin einmütig. "Ich werde mich gegen den Flächenfraß stark machen", versprach sie. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Grünen solle außerdem überprüfen, ob eine Starkstromtrasse wirklich notwendig sei und dies in ihr Wahlprogramm aufnehmen.

Kreissprecherin Agnes Scharnetzky bewarb sich als Bezirkstagsdirektkandidatin und wurde von der Versammlung gewählt. Ihre Anliegen: "Wir brauchen keine neuen Gewerbegebiete, weil wir genügend freie Flächen haben." Und: "Ich setze mich für Klima- und Artenschutz ein, unterstütze die Biolandwirtschaft und bin gegen Massentierhaltung."

In ihrer Ansprache beschrieb sie ihre Visionen. "Ich möchte von der Politik begeistert werden und will selbst begeistern." Geboren in Karl-Marx-Stadt, wisse sie um die Bedeutung der Demokratie. "Das ist etwas, wofür man einstehen muss." Ihr Büro habe sie im Weidener Jugendzentrum, wo sie das Projekt "Need no Speed" betreue. "Ich war enttäuscht, dass Jamaika gescheitert ist."

Als Listenkandidat für den Bezirkstag wurde Johannes Neumann aufgestellt. Der 30-Jährige arbeitet in Wöllershof und möchte sich für das Rettungswesen sowie für Betreuung und Pflege stark zu machen.
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