Kliniken AG: Viel Lob für Beschäftigte - Trotz Millionen-Defizit kein Personalabbau - ...
Starker Kampf gegen Influenza-Welle

Es ist geschafft: Die meisten, die wegen der Influenza darniederlagen, sind wieder fit. (Foto: Schönberger)
Politik
Weiden in der Oberpfalz
12.04.2018
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Es war zumindest eine kleine Aufmerksamkeit. Die Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG erhielten ein kleines Osternest. Umso größer fiel in dieser Woche beim Rückblick auf die Influenza-Welle die mündliche Belobigung durch die Aufsichtsräte und Vorstand Josef Götz aus. Vor allem Pflegekräfte und Ärzte hätten sich extrem eingesetzt, damit an allen Standorten die medizinische Versorgung der Patienten aufrechterhalten werden konnte. Überstunden seien kein Thema gewesen, ebenso Aushilfen am Wochenende. "Alle haben zusammengehalten." Dies sei aller Ehren wert gewesen. Allein bis März gab es mit zusätzlich 250 Patienten ein Plus von sieben bis acht Prozent. Man habe fast nicht mehr gewusst, wohin mit den Patienten.

Vor diesem Hintergrund mutet es für Götz fast makaber an, wenn ein scheidender AOK-Vorstandsvorsitzender gleichzeitig über zu viele Betten in den Krankenhäusern klagt. Götz wird richtig sauer: "Da liegt einer daheim auf seiner Couch und stellt falsche Behauptungen auf."

Wenig erfreulich ist auch das Jahresergebnis für 2017. Noch muss es erst geprüft werden, doch von der Tendenz rechnet der Kliniken-Vorstand mit einem Minus im Millionenbereich. Bis 2016 habe man vier Jahre in Folge leicht positive Zahlen geschrieben, jetzt aber seien die Steigerungen bei den Personalkosten nicht mehr zu kompensieren gewesen. Trotzdem soll an dieser Kostenschraube nicht gedreht werden, kündigte Götz an.

"Personalabbau ist kein Thema." Die Belastungen seien eh schon sehr hoch. Der Vorstand sieht eher Möglichkeiten, die Abläufe zu optimieren und die Organisationsstrukturen effektiver zu gestalten. Götz erinnert daran, dass der Personalstand seit der Gründung der AG vor zwölf Jahren von 1806 auf 2030 Vollzeitkräfte erhöht worden sei. Auf jeden Fall soll in diesem Jahr kein weiteres Defizit nachfolgen.

Zu den Baumaßnahmen: Im Herbst soll die Notaufnahme samt Sanierung der alten Räume endgültig fertiggestellt sein. In der ersten Januar-Woche 2019 wird laut Zeitplan die Palliativstation ihren Betrieb aufnehmen und in einem Jahr, also noch im ersten Quartal 2019, der Neubau mit Infektionsstation und dem Hubschrauber-Landeplatz auf dem Dach
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