Kurt Seggewiß will am 16. Oktober kundtun, ob er 2020 nochmals als OB-Kandidat antritt
Familie entscheidet mit

Die Uhr läuft. Am 16. Oktober, zwei Tage nach seinem 60. Geburtstag, will Kurt Seggewiß kundtun, ob er 2020 noch einmal als Oberbürgermeister kandidiert. Bild: Wilck
Politik
Weiden in der Oberpfalz
31.08.2017
606
0

Die Spannung steigt, die Entscheidung rückt näher. Wird Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bei den nächsten Kommunalwahlen im März 2020 noch einmal kandidieren? Oder wird er nach 12 Jahren und 8 Monaten als OB einen Schlussstrich ziehen?

An diesem Freitag, 1. September, feiert Seggewiß sein 10-jähriges Amtsjubiläum. Im NT-Interview zu diesem Anlass hielt sich das Stadtoberhaupt noch bedeckt. Er werde sich ausführlich mit Ehefrau Maria und Sohn Jan beraten.

Die weitere Vorgehensweise sieht so aus: Kurt Seggewiß feiert am 14. Oktober am Scheidlerhof seinen 60. Geburtstag. Zwei Tage später ist ein Empfang im Neuen Rathaus vorgesehen. Und bei dieser Gelegenheit will der Oberbürgermeister seine Entscheidung offiziell kundtun.

In seiner Bilanz der vergangenen zehn Jahre als erster Mann der Stadt betonte Seggewiß, dass die gesteckten Ziele entweder alle erreicht oder zumindest auf den Weg gebracht worden sind. Besonders wichtig dabei war und ist ihm die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise auch der Ausbau der Schulsozialarbeit zu sehen.

Beim Thema Bildung blickt Seggewiß stolz auf die außergewöhnlichen Entwicklungen auf dem OTH-Campus im Weidener Osten. Den Neubau der Gustav-von-Schlör-Schule (FOS/BOS) habe man gegen größte Widerstände durchgesetzt. "Eine der knappsten Entscheidungen im Stadtrat." Der OB dankte in diesem Zusammenhang ganz besonders der CSU-Politikerin Dagmar Brühler für die entscheidende Stimme. Heute wolle den Neubau niemand mehr missen. Großartig entwickele sich auch die Europa-Berufsschule, die junge Leute aus ganz Bayern nach Weiden hole, zum Beispiel mit der Fremdsprachen-Akademie, die Dolmetscher ausbilde.

Eine der größten Herausforderungen seiner Amtszeit war die Bewältigung der Flüchtlingsproblematik. Die Stadtgesellschaft sei dieser würdig und menschlich begegnet. Konfliktstoff gebe es, weil vorwiegend junge Männer zugewiesen werden. Ein von der Regierung zum 1. Oktober zugesagter Sicherheitsdienst soll hier die Situation beruhigen.

Beim geplanten Gewerbegebiet West IV gibt es eine große Hürde, weil die Staatsforsten und die staatliche Immobiliengesellschaft noch nicht mit der Stadt an einem Strang ziehen. Größte Freude dagegen bereiten ihm die Kräne für das Einkaufszentrum NOC, wo er das Beharrungsvermögen des Investors immer wieder bewundert.

Stark verändert, und zwar zum Positiven, hat sich das Verhältnis des OB zum neuen Landkreischef. Bei Meier sei eine Vertrauensbasis vorhanden. Das ausführliche Interview lesen Sie in der Samstagausgabe.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.