15.12.2017 - 21:58 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Leserbrief: Doppelmoral bei Glyphosat

Zur Glyphosat-Diskussion:

von Externer BeitragProfil

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hatte bei seiner Entscheidung zu Glyphosat ein Vorbild: Ministerin Hendricks. Sie hat am 22. September unter Missachtung der Koalitions-Geschäftsordnung und entgegen dem erklärten Willen des Agrarministeriums eine neue Verordnung verabschiedet. Dieser Umstand fand angesichts der verfahrenen Situation nach der Bundestagswahl am 24. September kaum Widerhall, zeigt aber überdeutlich, wie unredlich politische Diskussionen geführt werden.

Der Straßenverkehr (Abgase, Reifenabrieb) ist wahrscheinlich Hundert Mal gefährlicher als Glyphosat. Handys stehen ebenfalls im Verdacht, Krebs zu erzeugen, verarbeitete Fleischwaren (Wurst) und Sonnenlicht wurden ebenfalls als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Übers Rauchen und Alkoholkonsum als die zwei wichtigsten Krebs-Ursachen braucht man gar nicht weiter zu reden. Ginge es wirklich um die Vorsorge für die Gesundheit, müsste man von derselben Seite, die ein Glyphosatverbot will, das sofortige, vollständige Verbot dieser Dinge vehement fordern. Aber so feiert nur die Doppelmoral ein Freudenfest.

Erwin Schmidbauer, 92280 Kastl

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