21.12.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Leserbriefe: Monokulturen chemisch gereinigt

Zum Bericht "Von Verhütung bis Glyphosat - Beschlüsse im Bundesrat gefasst":

von Externer BeitragProfil

Auch der Bundesrat befasste sich zur politischen Schadensbegrenzung mit diesem Dauerbrenner. Dabei verwies die Länderkammer die Anträge Thüringens und des Saarlands in die Ausschüsse. Diese Anträge fordern ein Verbot des Gifts in Grünanlagen, auf öffentlichen Verkehrsflächen und in Einrichtungen wie Kitas. Nach der Spritzung in Grünanlagen sind diese Anlagen keine Grünanlagen mehr, und wer, so fragt man sich, ist so dumm, und spritzt Pflanzengifte im Bereich von Kitas?

Ist Glyphosat ungefährlich, wie die Entscheidung des Bundesministers suggeriert, wofür dann diese Anträge bei der Länderkammer? Steht das Spritzmittel weiterhin im Verdacht der Umwelt- und Gesundheitsschädigung, dann ist es so schnell wie möglich aus dem Verkehr zu ziehen. TV-Videos zeigen aber immer wieder die Anwendung von Glyphosat auf erntereifen Getreidefeldern, offensichtlich, um das noch grüne Unkraut zu vernichten und die Ernte mit großen Mähdreschern zu erleichtern. Dass dabei die reifen Ähren auch ihren Teil abbekommen, dürfte wohl jedem einleuchten. In Grundnahrungsmitteln und selbst in menschlichen Ausscheidungen gefundene Rückstände sind der Beweis.

Vor der Glyphosat-Ära waren Wildkräuter Teil unserer Kulturlandschaft und dienten Insekten und anderen Tieren zur Nahrung. Jetzt stehen die Monokulturen chemisch gereinigt und arm da, mit neuen Problemen für die Umwelt und Gesundheit

Peter Schwarzmeier, 92711 Parkstein

 

 

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