Marcel Huber bei der CSU in Weiden
Warmer Empfang

Die CSU lud ein, und viele kamen: Albert Rupprecht hieß in der Max-Reger-Halle viele Vertreter von Verbänden und Vereinen willkommen. Auch Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (SPD, Fünfter von rechts) wohnte den Ausführungen von Minister Marcel Huber (rechts) bei. Bild: wil
Politik
Weiden in der Oberpfalz
06.01.2017
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"Liebe Feierwehrkameraden, griaßts eich." Zitat: Marcel Huber, Staatsminister und ehemaliger Feuerwehr-Kommandant

Die Minus-Temperaturen sind das Einstiegsthema für die Plaudereien. 12, 16, 18 Grad haben die Gäste der CSU in ihren Wohnorten gemessen. In der Max-Reger-Halle erwartet sie ein warmer Empfang.

Die Nordoberpfälzer CSU hat sich zum Jahresbeginn zuversichtlich und tatkräftig präsentiert. Der Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht kündigte beim Neujahrsempfang am Freitag ein Positionspapier mit Schwerpunkten für die Arbeit in diesem Jahr an. Rupprecht und Gastredner Staatsminister Marcel Huber betonten, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement seien.

Eine Feststellung, die im gut gefüllten Gustl-Lang-Saal dankbar aufgenommen wurde - traditionell bildeten die Gäste einen Querschnitt der Gesellschaft ab mit Abordnungen von vielen sozialen und sportlichen Vereinigungen, Rettungsdiensten oder den Feuerwehren. Letzteren war ein besonderer Gruß gewidmet: "Liebe Feierwehrkameraden, griaßts eich. Schee, dass do sads!" Marcel Huber war 15 Jahre lang Kommandant der Feuerwehr Ampfing.

Das war vor der Ernennung des Tierarztes zum "Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben". Huber nimmt eine zentrale Position im Münchener Regierungsgefüge ein - und darüber hinaus. Er ist für die Politik ganzheitlich zuständig und so sprach er auch in Weiden über die großen Themen der Gegenwart, bei denen es viel um die Gefühle der Menschen geht: mitunter das - nicht bei jedem ausgeprägte - Gefühl, dass das Leben in Bayern besser ist als andernorts und besser als früher.

Huber machte das an der Haushaltskonsolidierung fest, an der Kriminalitätsrate und der Schlagkraft der Polizei - "wir haben hier die Chance, in Sicherheit zu leben, wie in kaum einem anderen Land der Welt" - ebenso wie am offenen Bildungssystem: "Gebt den Kindern die Chance, dass sie zeigen, was in ihnen steckt!" Auch Arbeitsmarkt und Ausbildungsmarkt stünden für Sicherheit im Leben: "Jeder, der etwas machen möchte, hat in Bayern die Chance, sich das auszusuchen." Die Situation sei aus Sicht vieler Länder paradiesisch. "Das muss man auch mal sagen dürfen." Apropos: Der CSU-Mann berichtete von dem Gefühl mancher Bürger, eben nicht mehr alles sagen zu dürfen. Vor allem in der Gemengelage von Flüchtlingskrise und den Ängsten vor terroristischer Bedrohung und Zuwanderung. Huber rammte in der Frage Pflöcke ein. Erstens: Diese Dinge dürften nicht vermengt werden, weil - zweitens - es Pflicht sei, den Menschen zu helfen, die vor Verfolgung geflohen sind. Drittens aber gelte: "Wir können nicht alle aufnehmen, denen es nicht gut geht." Zudem müsse der Staat Stärke zeigen im Umgang mit zugewanderten Straftätern.

Albert Rupprecht sah im "barbarischen Terrorismus" ein großes Thema der nächsten Zeit. "Mit Appellen werden wir Terroristen überhaupt nicht beeindrucken." Gesetze müssten auf den Prüfstand, das Land brauche Entschlossenheit und gut ausgestattete Sicherheitskräfte. Und dennoch: Deutschland sei ein Hort von Stabilität und Wohlstand, was bisweilen ignoriert werde. Er jedenfalls könne Gejammer und Geschrei "in Pegida-Manier" nicht nachvollziehen. Rupprecht rief zum Austausch und zur sachlichen Auseinandersetzung in der Politik auf. Der Neujahrsempfang bot auch dazu ein Forum. Rupprecht, sein CSU-Bundestagskollege Reiner Meier sowie viele Mandats- und Amtsträger aus der Nordoberpfalz führten bei Musik und Brotzeit Gespräche mit den Gästen. (Angemerkt)

Liebe Feierwehrkameraden, griaßts eich.Marcel Huber, Staatsminister und ehemaliger Feuerwehr-Kommandant
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