Nach Diskussion mit Albert Rupprecht: KAB meldet sich erneut zu Wort
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Nach der Diskussion mit CSU-Abgeordnetem Albert Rupprecht über Renten und soziale Gerechtigkeit melden sich KAB-Kreisvorsitzender Hermann Stadler (rechts), Stellvertreterin Daniela Ernstberger und Kreispräses Armin Spießl erneut zu Wort. Bild: Kunz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
28.12.2016
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Das hat Staub aufgewirbelt: In einer Diskussion unter anderem über die Rente musste sich die KAB von Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht Vorwürfe über ihren Stil anhören. Die Folge waren Leserbriefe mit Kritik an dem Politiker. Nun meldet sich auch der Verband noch einmal zu Wort.

Nach dem Vorwurf, der Kreisvorstand der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) habe ein Schreiben im "Pegida"-Stil nach Berlin geschickt, richtet die KAB den Blick noch einmal "ganz unaufgeregt" auf die Veranstaltung mit CSU-Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht zurück. Gespräche mit Parlamentariern hätten bei der KAB in Weiden eine lange Tradition, erklären Kreisvorsitzender Hermann Stadler, seine Stellvertreterin Daniela Ernstberger und Kreispräses Armin Spießl. Dass es bei den Diskussionen nicht immer einvernehmlich zugehe, liege in der Natur der Sache. Das wüssten beide: KAB und Politik.

Streit als Auftrag

Es gehe um Positionen, Einschätzungen und um Verdeutlichung des eigenen Standpunktes. Es gelte, zu überzeugen und zu politischen Entscheidungen beizutragen, die den Menschen helfen sollten, ein gutes Leben führen zu können. Es sei der ureigenste Auftrag der KAB, in sozialen Fragen mit der Politik zu streiten, um damit für bessere Lebensbedingungen zu sorgen.

Seit Ende der 70er Jahre fordere die KAB eine gerechte Anerkennung von Erziehungszeiten. Ohne den Weidener Visionär Josef Hofmeister, ehemaliger Verbandssekretär der KAB, und ohne die groß angelegten Unterschriftenaktionen des Verbandes würde es die Anerkennung von Erziehungszeiten weder für die vor 1992 noch nach 1992 geborenen Kinder geben. Es brauche immer diese Auseinandersetzung, um zu guten Ergebnissen zu kommen. Daher habe für den KAB-Kreisverband die Frage nach der Bewertung von Kindererziehung und deren Anerkennung in der Rentenversicherung gerade in Weiden eine große Tradition.

Langfristige Ziele

"Als katholischer Sozialverband verfolgen wir langfristige Ziele und haben alle Generationen im Blick", erklärt das Führungstrio. "In unseren Reihen sind ehrenamtliche Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung, ehrenamtliche Richter an den Arbeits- und Sozialgerichten und Beiräte der Krankenkassen." Expertenwissen in sozialen Fragen bringe man immer wieder in die Region, um Menschen auch außerhalb des Verbandes zu informieren und zu beteiligen. "Wir wissen, wofür wir uns einsetzen."

Daher wisse man auch, mit welchen Renten Menschen auskommen müssten. Und man wisse, "von welchen Löhnen sie leben und welche Konsequenzen diese Löhne für ihr Alter haben. Dies immer wieder deutlich zu machen in Aktionen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen, macht die KAB in Weiden nicht erst seit gestern". Es gelte, immer wieder für soziale Gerechtigkeit zu streiten, damit Menschen Perspektiven hätten. "Das ist der beste Schutz für unsere Demokratie."

Das ist der beste Schutz für unsere Demokratie.Die KAB-Spitze über ihren Kampf für soziale Gerechtigkeit
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