08.02.2018 - 20:34 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Nach langer Diskussion im Bauausschuss Große Mehrheit für die Sanierung der Sporthallen

Bereits zwölf Mal, und das über Jahre, hat der Stadtrat das Thema behandelt. Doch jetzt soll es schnell gehen mit der Sanierung des Realschul-Sporttraktes. Bis Juni soll die Planung stehen, im August die Sanierung beginnen und im Frühjahr 2020 sollen Schwimmbad und Dreifachhalle in neuem Glanz erstrahlen.

Endgültig: Die Dreifachhalle der Realschulen und auch das Schwimmbad werden ab August saniert. Im Frühjahr 2020 soll der Sporttrakt den Schulen und den Vereinen wieder zur Verfügung stehen. An Übergangslösungen wird noch gearbeitet. Bild: Schönberger
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Nach längerer Diskussion beauftragte der Bauausschuss am Donnerstag mit der eindeutigen Mehrheit von 9 zu 2 Stimmen die Architekten der "ARGE Krieger/Riehle" nun auch mit der baureifen Planung. Die Vertreter der SPD (Bürgermeister Jens Meyer, Hildegard Ziegler, Horst Fuchs, Josef Gebhardt und Karl-Heinz Schell), der CSU (Hans Sperrer, Alois Lukas und Markus Bäumler) sowie Veit Wagner (Grüne) waren dafür. Die Bürgerliste mit Stefan Rank und Reinhold Wildenauer - er hatte namentliche Abstimmung verlangt - waren dagegen. Sie sprachen sich für einen Neubau aus.

Dass die Halle wegen des zu installierenden Prallschutzes kleiner werde, sei kein Problem, zitierte Jens Meyer die Planer. Dies zeigten vergleichbare Hallen. Außerdem komme das Fangnetz weg, wenn auf der südlichen Seite eine Zuwegung zu den Tribünen entstehe. Dazu soll ein Anbau errichtet werden. Den will der Bürgermeister zügig angehen und dazu alle betroffenen Vereine an einen Tisch holen. Baudezernent Oliver Seidel sagte, man befinde sich im Konsens mit der Nutzerschaft. Die sanierte Halle werde auf dem Stand der Technik sein und barrierefrei, einem Neubau vergleichbar.,

Vereinsvertreter hatten sich am Dienstagabend getroffen und am Tag darauf gegenüber "Oberpfalz-Medien" heftige Kritik am städtischen Vorgehen geübt (siehe NT-Donnerstagausgabe). Alois Lukas sprach von einem "dicken Hund". Die Stadträte würden dargestellt als ob sie zu dumm zum Entscheiden wären. "Das lass ich mir nicht länger gefallen." Veit Wagner kritisierte die "übersteigerte Darstellung".

Insgesamt machten Hildegard Ziegler und Alois Lukas deutlich, dass die Planungen bereits weit gediehen seien. Und der Grundsatzbeschluss für die Sanierung sei bereits 2015 getroffen worden. Hans Sperrer berichtete, dass er, der viel im Sport unterwegs sei, immer nur auf eine zügige Sanierung angesprochen worden sei, nie auf einen Neubau. Auch im Sportbeirat sei keine entsprechende Forderung gestellt worden.

Rank und Wildenauer argumentierten, dass die Sanierungskosten (16,5 Millionen Euro) schon nahe an den Neubaukosten (18,2 Millionen ohne Abbruch) lägen. "Und trotz allem bleibt's ein altes Gebäude." Laut Rank wurde von politischer Seite Einfluss auf Vereine genommen, "damit sie den Mund halten". Details nannte er nicht. Diskutiert wurde die Aussage auch nicht. Bürgermeister Meyer sagte abschließend, ein Neubau würde noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Er aber sei froh um jeden Tag, den man die Halle nicht schließen müsse. In diesem Zusammenhang nannte er die Legionellenbekämpfung. Angemerkt

Ich war am Anfang dafür, alles abzureißen und neu zu bauen. Doch wenn die Mehrheit anders entscheidet, also für die Sanierung, muss man das auch mal akzeptieren.Josef Gebhardt (SPD)
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