04.02.2018 - 11:58 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Nach Stadtrats-Klausur viel Arbeit für Verwaltung - "Runder Tisch Kultur" angeregt "Wie geht's jetzt weiter?"

Erneut haben Vertreter aller Fraktionen die zweitägige Klausur des Stadtrats im Kloster Waldsassen in höchsten Tönen gelobt. In der Plenumssitzung in dieser Woche machten sie aber auch deutlich, dass es nun zeitnah darum gehen müsse, die Ergebnisse "zum Leben zu erwecken", wie sich Stefan Rank (Bürgerliste) ausdrückte. "Wie geht's weiter?", fragte Veit Wagner (Grüne) und nannte beispielhaft die "hässlichen Einfallstraßen".

Veit Wagner: "Wie geht's jetzt weiter?"
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Wagner sprach auch den Themenkreis Kultur an, der bei der Klausur nicht zu den Hauptthemen gehört hatte. "Hier müsste einiges in Angriff genommen werden", forderte er und regte einen "Runden Tisch Kultur" an. "Pro Weiden" könnte die Vermarktung übernehmen. Reinhold Wildenauer (Bürgerliste) sprach sich dafür aus, dass die Verwaltung aus den Ergebnissen einen dringenden Maßnahmekatalog aufstellt. Die allgemeinen Themen zu konkretisieren, sei eine Herausforderung für 2018, sagte CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch. Erst sollte man in der Elefantenrunde (Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende), dann in den Fraktionen und schließlich im Stadtrat diskutieren.

Über Details werde man durchaus streiten, sagte Roland Richter voraus. Angesichts des "irren Programms 2028" sieht der Fraktionschef der SPD viel Arbeit auf die Verwaltung zukommen. Mit der Klausur wisse die Verwaltung nun, was der Stadtrat wolle. "Das war nicht immer so." Stefan Rank sieht die Verwaltung stark gefordert, man werde 2018 nicht alles schaffen. Grünen-Fraktionschef Karl Bärnklau forderte, Prioritäten zu setzen. Wolfgang Pausch gab zu bedenken, dass die Verwaltung nur einen Teil leisten könne. In den Details gebe es im Stadtrat sicher unterschiedliche Sichtweisen. "Die Klausur war noch kein Beschlussgremium."

Man dürfe nicht vergessen, dass die Umsetzung von Konzepten auch Geld kosten wird, sagte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. "Das muss im Nachtragshaushalt zur Verfügung gestellt werden." Zum Beispiel dem neuen Wirtschaftsförderer, der am 1. April seine Arbeit aufnimmt, und auch Marketingexperte ist.

Seggewiß fordert auch eine engere Zusammenarbeit mit der Hochschule. Bei einem Treffen mit Präsidentin Andrea Klug und ihren Führungsleuten habe man festgestellt, dass es viele gleiche Themen zu behandeln gebe, wie zum Beispiel E-Commerce und Digitalisierung. Seggewiß regte die Bildung einer Arbeitsgruppe von OTH und Stadtverwaltung an. Ferner soll der Stadtrat auf den Campus eingeladen werden.

Die Klausur des Stadtrats war noch kein Beschlussgremium.CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pausch

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