08.05.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

ÖDP-Kreisverband um Tirschenreuth erweitert Aus zwei mach eins

Der ÖDP-Kreisverband wird um den Landkreis Tirschenreuth erweitert. Das beschließen die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung.

von Externer BeitragProfil

Weiden/Tirschenreuth. "Seit Jahren arbeiten die Mitglieder intensiv zusammen, so dass es geboten erscheint, auch miteinander die Entscheidungen zu treffen", erklärte Kreisvorsitzender Christian Wallmeyer. Er berichtete von zahlreichen Veranstaltungen aus den vergangenen beiden Jahren, die die alternative Politik der ÖDP darstellten. Der Vorsitzende hob vor allem die Arbeit der Kreistagsfraktion hervor: "Die CSU tut sich schwer damit, dass es Politiker gibt, die nicht ihrer Meinung sind. Dann schießen sie mit allen Rohren - auch unter die Gürtellinie."

Bei den Neuwahlen stellten sich auch Kandidaten aus dem Landkreis Tirschenreuth zur Verfügung. Vorsitzender bleibt Christian Wallmeyer (Waldthurn), zweite Vorsitzende sind Angela Frank (Neualbenreuth) und Barbara Kindl (Vohenstrauß). Die Kasse führt Markus Heining (Trabitz), Schriftführerin ist Rita Wiesend (Speinshart). Als Beisitzer fungieren Karlheinz Binner (Altenstadt), Andreas Hartung (Bechtsrieth), Gerald Schmid (Mitterteich), Angela Mayer (Pressath), Ulrike Märkl-Richter (Püchersreuth) und Hans Köferl (Pressath). Als Kassenprüfer stellten sich wieder Bernhard Schöttler (Etzenricht) und Johann Baumer (Luhe-Wildenau) zur Verfügung.

Gegen "Wachstumswahn"

Gastredner Landesvorsitzender Klaus Mrasek stellte die Grundlinien der ÖDP-Politik für den Bundestagswahlkampf dar: "Dem Wachstumswahn aller anderen Parteien stellen wir die Gemeinwohlökonomie entgegen." Steuergerechtigkeit und ökologisches Wirtschaften seien zentrale Themen. "Derzeit werden die 'Energeschweinchen' belohnt", betonte Mrasek. Letztlich sei die echte Energiewende ein zentrales Thema der ÖDP-Politik. "Wir entlarven die Stromtrassen-Fetischisten als neoliberale Geldspekulanten. Mit Energiewende hat das nichts zu tun", erklärte der Landesvorsitzende.

Bundestagskandidat Karlheinz Binner trat für eine Wende in der Haltung von Politikern ein. "Politikverdrossenheit können wir nur durch Ehrlichkeit begegnen. Wer seine Kritikunfähigkeit mit 'kommunaler Zusammenarbeit' verschleiern will und den politischen Gegner durch pauschalisierte Diffamierung in der Öffentlichkeit bloßstellt, orientiert sich an einer politischen 'Unkultur'", sagte Binner. Diese sprieße weltweit - von der Türkei über Russland bis in die USA - aus dem Boden.

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