19.10.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Planer hinterlassen bei Vereinskartell Weiden-West überzeugenden Eindruck West IV in besserem Licht

Der CSU-Stadtrat und Vereinskartellvorsitzende von Weiden-West hatte Bedenken wegen Regen- und Schmutzwasser aus dem neuen Gewerbegebiet. Das könnte vor allem die Bewohner der Weiding belasten. So schlecht findet Hans-Jürgen Gmeiner West IV gar nicht mehr.

Cornelia Taubmann (Dritte von links) erläutert beim Kartell Weiden-West die Pläne für das Gewerbegebiet West IV - an ihrem Geburtstag. Mit dabei die verantwortlichen Fachleute und einige Stadträte. Von links: Matthias Rühl, Stephan Gollwitzer, Taubmann, Kartellvorsitzender Hans-Jürgen Gmeiner, Reinhard Brodrecht, Luise Amschl, Stadtförster Wolfgang Winter und Lothar Höher. Bild: R. Kreuzer
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Nach einer Informationsveranstaltung des Kartells im VfB-Sportheim am Dienstagabend will Gmeiner die Planungen weiterhin "kritisch begleiten", sieht das Ganze aber etwas entspannter. Die Planer Reinhard Brodrecht und Matthias Rühl von der GBi (Gesellschaft beratender Ingenieure für Bau und EDV) aus Herzogenaurach stellten rund 20 Interessierten den Stand der Dinge vor. Was Gmeiner dabei gerne hörte: Das Regenwasser soll in Mulden aufgefangen und kontrolliert in die Schweinenaab abgeleitet werden. Der Weidingbach bleibe davon weitgehend verschont.

Um auf Nummer sicher zu gehen, möchte das Kartell aber bei der Stadt beantragen, dass die GBi-Ingenieure ihr Rechenmodell für Niederschlagswasser mal speziell für den Bereich Weidingbach und West III mit Blick auf die Erweiterung der Firma Witt anwenden.

Auch die Beispiele, wie erträglich Stadtförster Wolfgang Winter Erschließung und Bau für die Tierwelt im Stadtwesten gestalten will, käme beim Kartell gut an. Von 70 Hektar gerodetem Wald würden mindestens 60 Prozent wieder aufgeforstet. Gmeiner: "Das könnte Modellcharakter für Bayern bekommen."

Heikel ist nach Ansicht der Vereinsvertreter der Verkehr. Das gehe schon damit los, schwere Fahrzeuge aus dem Brandweiher und später West IV zügig und schonend auf die B 470 einfädeln zu lassen. "Reicht dann eine Ampel aus?", lautete eine Frage. Gmeiner selbst hätte eine ganz eigene Vorstellung zur Anbindung von West IV an den ÖPNV: Statt Busse aus der Stadt über die Bundesstraße rollen zu lassen, könnten sie auch durch den Wald nahe der Standortschießanlage entlangfahren. Dort entstehe laut Brodrecht ohnehin ein Fuß- und Radweg. Aber eine breite Straße quer durch den Wald für Busse? "Nur unter der Prämisse, dass dort oben die Bundeswehr als Träger öffentlicher Belange das aufnimmt", schränkt Gmeiner ein. Inzwischen liegt der Bebauungsplan zur Stellungnahme für die Träger öffentlicher Belange aus. Im Sommer rechnet Kämmerin Cornelia Taubmann mit Planungsreife. Ihr dankte Gmeiner im Namen des Vereinskartells besonders für ihr Kommen. Trotz ihres Geburtstags hatte sie sich den Abend freigehalten.

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