Politiker als "Verräter" beleidigt - SPD: rechtsextremistischer Hintergrund
Rupprecht und Grötsch auf Plakaten beschimpft

Die Wahlplakate von Albert Rupprecht und Uli Grötsch wurden verunstaltet. Bilder: Schönberger
Politik
Weiden in der Oberpfalz
31.08.2017
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Da passt jemandem mehr als nur die Nase nicht. Auf Wahlplakate von Albert Rupprecht (CSU) sowie Uli Grötsch und Martin Schulz von der SPD pappten Unbekannte in Rothenstadt auffällige Aufkleber auf die Gesichter der Politiker. Beim CSU-Mann steht in roter Schrift: "Volksverräter". Bei den Sozialdemokraten in schwarzer Farbe: "Arbeiterverräter".

Uli Grötsch hat dazu eine klare Haltung: "Das ist Sachbeschädigung, eine Straftat." Die SPD kenne das aus ganz Bayern. Sie geht davon aus, dass es sich um "eine professionell angelegte Sache aus dem rechtsextremistischen Raum" handelt, wie Grötsch mitteilt. Und um etwas Neues. Derartige Beschimpfungen seien ihm in den letzten Jahren nicht aufgefallen. "Das ist jetzt erst aufgetaucht."

Beleidigungen hat es immer schon gegeben, erklärt Albert Rupprecht. Das sei eine Frage des Stils. "Wenn jemand ein Problem hat, soll er zu mir kommen. Dann kann er mir sagen, was ihm nicht passt." Er wolle die Sache aber nicht aufbauschen und überbewerten. "Ich werde da jetzt nicht groß Strafanzeige erstatten." Seine Vorgehensweise: "Man soll diesen Leute nicht mehr Bedeutung geben, als sie haben: nämlich eine marginale." Die Polizei ermittelt.
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