06.05.2016 - 02:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Realschulbad: Sanierung bahnt sich an Fertigstellung voraussichtlich im August 2018

Jetzt wird's ernst rund um die 3,4 Millionen Euro teure Sanierung des Hallenbads der Realschule, die mit 3 Millionen Euro vom Bund gefördert werden soll. Zumindest nennt Baudezernent Hansjörg Bohm in der Ausschusssitzung Details zum weiteren Fahrplan.

Für alle sichtbar sollen die Sanierungsarbeiten am Realschulhallenbad im August 2017 beginnen. Zuvor läuft die Ausschreibung. Bild: Götz
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Anfang Juli findet demnach das Vergabegespräch mit den vier Bauwerbern statt. Im Juli 2017 soll feststehen, welche Firma welche Bauleistung übernimmt. Zu tun gibt es einiges. So sollen die Betonfassade sowie das Dach saniert werden. Obendrein werden neue Sanitäranlagen eingebaut. Die alten sind von Legionellen befallen. Die Arbeiten an diesen drei Stellen werden im August 2017 aufgenommen. Läuft alles nach Plan, ist die Sanierung der drei Maßnahmen im September 2018 - und damit pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres - abgeschlossen.

Bürgerlisten-Stadtrat Stefan Rank befürchtet, dass die Halle nach der Sanierung erneut geschlossen werden muss, weil durch die Teil-Sanierung keine mängelfreie Halle zu bekommen sei. Die Teil-Sanierung aber braucht es, um die Förderbeschränkung einhalten zu können. Denn maximal erhält die Stadt aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" nur drei Millionen Fördersumme, erklärt Bohm. Für die Generalsanierung von Dreifachturn- und Schwimmhalle bräuchte sie aber 12,6 Millionen Euro. "Und die gibt es nunmal nicht."

Außerdem kritisiert Rank die "lange Vergabephase". Sie bemesse sich unter anderem an den entsprechenden Sitzungen der Stadträte, erklärt Jutta Häusler vom Hochbauamt. Und was passiert mit der Badewassertechnik, will Josef Gebhardt (SPD) wissen. "Die Aufbereitung des normalen Wassers erfolgt unabhängig von der Badewassertechnik", beschwichtigt Häusler, verweist auf einen zweiten Sanierungsabschnitt, der dann durch Mittel des Freistaates gefördert werden könnte - und räumt ein: "Natürlich wäre es das Beste, wir könnten alles auf einmal machen. Ideal wäre deshalb, wir kriegen die 12 Millionen Euro dafür - von wem auch immer." - "Wie wäre es mit einer Stefan-Rank-Halle?", witzelt Bürgermeister und Sitzungsleiter Jens Meyer. Und rennt offene Türen ein. Allerdings nur beim Baudezernenten, der meint: "Also, über Namen kann man reden."

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