05.04.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Regenbogen-Werkstatt" zählt 90 Auftraggeber Laden geplant

Die "Regenbogen-Werkstatt" plant in Kürze einen eigenen Werkstatt-Laden. Dies gab Leiter Markus Reger beim Besuch der SPD Stadtmitte bekannt. Die Werkstatt habe sich in den letzten 18 Jahren zu einem tollen Unternehmen entwickelt. Anfangs waren die Beschäftigten für zehn Kunden tätig. Heute hat sich die Zahl der Auftraggeber auf 90 erhöht. In der Werkstatt arbeiten 14 Arbeitnehmer.

Ein Erfolgsprojekt des HPZ: Die SPD Stadtmitte besucht die "Regenbogen-Werkstatt". Bild: uz
von Helmut KunzProfil

Sozialpädagoge Reger leitet die Werkstatt des Heilpädagogischen Zentrums an der Nikolaistraße seit zwei Jahren. Die Einrichtung sei ein freiwilliges Angebot für psychisch kranke Menschen. Alle Arbeitnehmer, von 18 bis 65 Jahre, seien voll erwerbsgemindert. Das bedeute, dass sie nur drei Stunden pro Tag arbeiten können. Als Berufe nannte er Schreiner, Automechaniker, Schlosser und Gärtner.

Wer hier arbeite, sei mindestens sechs Monate psychisch krank gewesen. Wer 20 Jahre durchhält, bekommt eine Rente. Möglich sei ein monatlicher Verdienst von bis zu 2000 Euro brutto. Wie Reger den SPD-Mitgliedern um Ortsvorsitzende Sema Tasali-Stoll und Stadträtin Brigitte Schwarz erklärte, trifft sich der Fachausschuss aus Fachpersonal von der Agentur für Arbeit, der Deutschen Rentenversicherung und Berufsgenossenschaft dreimal jährlich. Der Ausschuss entscheide auch federführend, wer für die Regenbogenwerkstätte geeignet sei.

Die Werkstatt arbeite sehr umfangreich. Die Schreinerei produziere Gartenbänke, Tische, Büromöbel, Vogelhäuser, Basar-Artikel und Kinderspielsachen. Die Automechaniker und Schlosser verpackten Autoteile und führten Veränderungen an den Teilen durch. Auch die Gärtnerei habe ihr Aufgabengebiet. Der Facharbeiter koste den Auftraggeber pro Stunde 32 Euro. Für einen Hilfsarbeiter müssten 15 Euro bezahlt werden. Die Aktenvernichtung koste pro Kilogramm fünf Cent. Die Verweildauer der Mitarbeiter in der Werkstatt liege bei durchschnittlich drei Jahren.

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