15.02.2018 - 12:18 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Roland Richters Gedankenspiel Weidener Pyramidenbau

Man stelle sich vor: Die alten Ägypter wollen Pyramiden bauen, haben es aber mit den Rathaustruppen von CSU, Bürgerliste und Grünen zu tun. Ein Gedankenspiel, das SPD-Fraktionschef Roland Richter beim Politischen Aschermittwoch genüsslich durchexerzierte:

SPD-Fraktionsvorsitzender Roland Richter. Bild: Schönberger
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

"Die Grünen, die immer gleich als Erstes reden, hätten gesagt: Sorry, wir sind grundsätzlich dagegen. Da wird zu viel Fläche versiegelt und der Lebensraum des Nebeltrinker-Käfers zerstört.

Die Bürgerliste würde sagen: Das Vorhaben hat zwar Charme. Aber die Ausschreibung muss so gestaltet sein, dass vor allem die heimische Wirtschaft zum Zug kommt, die gerade im Pyramidenbau über internationale Expertise verfügt. Und der Kollege Rank würde sagen (...): Der Sachstandsbericht weist doch mehr Fragen als Antworten auf und so ein Projekt ist ein unkalkulierbares Risiko, ein Schrecken ohne Ende. Und außerdem sei er grundsätzlich gegen Pyramiden mit Spitzen. (...)

Und die CSU? Pausch würde die Pläne reflexartig als ,Monsterbau' brandmarken. Der Pyramidenbau sei ,gleichwohl' ein reines Prestigeobjekt des Oberbürgermeisters, pardon: des Pharaos! ,Gleichwohl' würde die CSU mitstimmen, wenn das Landschaftsbild dadurch nicht verpyramidisiert wird und die H10-Regelung auch für Pyramiden gelte! Am besten wäre es allerdings, wenn man dafür einen Sonderausschuss ,Pyramidenbau' einrichten würde, bei dem es selbstverständlich auch Sitzungsgeld gibt!"

Richters Fazit: "Hätten die alten Ägypter mit unserer Opposition die Pyramiden gebaut, dann hätten sie heute bestenfalls den Bebauungsplan verabschiedet."

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