11.09.2017 - 19:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Rothenstädter Anlieger klagt über monatelange Baumaßnahme – Stadt: Personalausfall Zum Schulbeginn nicht fertig

Der Rothenstädter Anlieger Lorenz Kiener hat's genau beobachtet: "Seit annähernd drei Monaten ist die Stadt Weiden dabei, ca. 150 Meter defekte Gehweg-Bordsteine in der Ortsdurchfahrt Rothenstadt auszuwechseln." Auch noch zum Schulbeginn an diesem Dienstag. Kiener hatte gehofft, dass die Arbeiten wenigstens zu diesem Termin abgeschlossen sein würden. "Dies ist leider nicht der Fall."

Fußgänger müssen in einem Teilstück der stark befahrenen Rothenstädter Ortsdurchfahrt die Seite wechseln. Ab Dienstag auch Schulanfänger, beklagt ein Anwohner. Seiner Meinung nach hätte die Maßnahme längst fertiggestellt sein können. Bild: Schönberger
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Es kann sogar noch Anfang Oktober, zumindest Ende September werden, bis die Gehsteige fertiggestellt sind, teilte der städtische Pressesprecher Norbert Schmieglitz am Montag auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mit. Geplant war der Abschluss für die vergangene Woche. Aber erhöhter Personalausfall habe die Pläne zunichte gemacht. Aus diesem Grund hätten sich viele Maßnahmen verschoben, ließ der Pressesprecher wissen. Er verwies darauf, dass die Stellen ordnungsgemäß gesichert seien und als eine der nächsten Baustellen fertiggestellt würden.

Allerdings ist Lorenz Kiener der Meinung, dass die Arbeiten in Rothenstadt längst beendet sein müssten. "Jedes leistungsfähige Straßen- oder Tiefbauunternehmen hätte diese Arbeiten in gut 10 Arbeitstagen erledigt", schreibt er, "wahrscheinlich auch zu günstigeren Kosten. Jegliche Bauzeitenplanung muss ich hier vermissen." Und er fährt fort: "Diese Beurteilung kann ich mir aufgrund jahrzehntelanger Berufserfahrung in dieser Branche erlauben." Der Anwohner hat festgestellt, dass es auf der Baustelle zu wochenlangen Stillständen gekommen sei, "bei bester Witterung und Aufrechterhaltung der Verkehrsbeschränkung auf 30 km/h mit eingeengter Fahrbahnbreite".

Kiener betont, dass die Fußgänger und vor allem die Schüler, die die linke Gehwegseite von der Ortsmitte zur Schule benutzen, gefährdet seien, wenn sie zwangsläufig die Straße überqueren müssen. "Wären die Arbeiten abgeschlossen, könnten die Schüler, vor allem die Schulanfänger, bis zum ampelgesicherten Übergang an der Schule gehen und dort gefahrlos die Straße überqueren." Kiener appelliert deshalb dringend an die Verantwortlichen und auch an die Politiker, hier sofort Abhilfe zu schaffen. Und er fragt abschließend, wer bei einem durch die Baustelle bedingten Schulwegunfall die Verantwortung übernehmen würde.

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