Seminar über Umweltthemen
Greenpeace setzt auf Fortbildung

Weiterbildung bei Greenpeace Weiden: Zum Thema Mikroplastik in den Ozeanen sprach Ingrid Boitin (stehend, links), Ansprechpartnerin von Greenpeace Deutschland für Arktis und Wald. Mit dabei der Sprecher der Weidener Greenpeace-Gruppe Ali Zant (stehend, rechts). Bild: Bühner
Politik
Weiden in der Oberpfalz
19.04.2017
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Es ist keine Auszeit im Grünen, sondern eine Ausbildungszeit in Sachen Umweltthemen, zu der Greenpeace Weiden geladen hat. Dieses Angebot kommt an.

(sbü) Erst vor zwei Jahren gegründet, bietet Greenpeace Weiden bereits ein umfangreiches Programm. Wer bei der ständig wachsenden Gruppe um Ali Zant mitmacht, kann sich seit wenigen Monaten auch in Umwelt- und anderen Themen weiterbilden. Teilnehmer aus der Region treffen dabei mit Gleichgesinnten aus ganz Bayern zusammen.

"Plastic Ocean"


Experten der Greenpeace-Dachorganisation referieren in fast monatlicher Folge in ganztägigen Workshops oder Vortragsveranstaltungen. Auftaktthema war im März die nachhaltige Landwirtschaft. Mit einer Doppelveranstaltung zur "Energiewende von unten" und zu "Plastic Ocean" wurde die Reihe jetzt fortgesetzt. In den Schulungsräumen der Fahrschule Raab wurden zunächst Grundlagethemen behandelt, dann mögliche Handlungskonzepte vorgestellt und schließlich regionale Aktionspläne entwickelt.

Das Seminar "Energiewende von unten" leitete Alexander Wenzel, Energieexperte von Greenpeace Frankfurt. "Erneuerbare Energie - Wenn nicht jetzt, wann dann?", fragte Wenzel am Ende seines Vortrags. Vorher hatte er die Kosten der konventionellen Energieerzeugung mit denen der erneuerbaren Energien verglichen. "Fortlaufende Investitionen in die Betriebskosten plus Entsorgungskosten stehen einmaligen Investitionen in die Gestehung gegenüber", sagte der Experte.

Kein Ziel von Greenpeace sei der Bau riesengroßer Solaranlagen, wie zum Beispiel des "Turmkraftwerks Jülich". Solaranlagen in Siedlungen und öffentlichen Gebäuden oder Bürger-Energiegenossenschaften stünden eher im Fokus. Eine Arbeitsgruppe aus der Region entwickelte im zweiten Teil der Veranstaltung Vorschläge für regionale Aktivitäten, darunter ein Aktionstag zum Thema "Energie in Weiden" oder die Entwicklung eines "Energieführers für Ökostrom" mit Vor- und Nachteilen der regionalen Anbieter. Die Arbeitsgruppe "Energie" als Untergruppe von Greenpeace Weiden will zunächst eine Bestandsaufnahme der Energiesituation im Stadtgebiet erstellen, dann der Stadt Projekte vorschlagen und selbst mitarbeiten.

Im parallel laufenden zweiten Themenblock des Fortbildungstages zeigte Ingrid Boitin von Greenpeace in Lübeck die Gefahren der Verwendung von Mikroplastik in der Kosmetikindustrie auf. Die Expertin ist Ansprechpartnerin von Greenpeace Deutschland für "Meere, Arktis und Wald". Über die Abwässer gelange Mikroplastik in die Ozeane und stelle dort schwerwiegende Risiken für das Ökosystem dar, stellte die Expertin fest. Greenpeace fordere deshalb von der Politik ein Plastikverbot in der Kosmetikindustrie.

Energie-Basisseminar


Weitere Veranstaltungen sind in diesem Jahr geplant, darunter ein Energie-Basisseminar und ein Seminar zur "Kommunikation auf der Straße und anderswo".

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Weitere Informationen:

www.weiden.greenpeace.de
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