29.08.2017 - 18:44 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Sommergespräch der Bürgerliste Camper-Stellplatz im Stadtbad?

Eine jahreszeitlich passende Frage zum Sommergespräch der Bürgerliste: Wo wäre ein guter Camper-Stellplatz in Weiden? Die Fraktion hätte da eine Idee. Aber die finden offenbar nicht alle gut.

Wo wäre ein passender Camper-Stellplatz? Was braucht es, um Elektromobilität zu fördern? Bürgerliste, Freie Wähler und FDP diskutierten auf der Terrasse der Schätzlerbad-Gaststätte über die Zukunftsfragen der Stadt. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Weiden brauche dringend einen anderen Stellplatz für Wohnmobile. Den an der WTW halte er für ungeeignet, betonte FDP-Stadtrat Reinhold Wildenauer am Sonntag beim Sommergespräch der Bürgerliste (BL) im Schätzlerbad. "Der ist zwar ein Anfang." Scheue aber jeden Vergleich mit anderen Städten. Seiner Meinung nach wäre das Stadtbad die beste Variante. "Wir brauchen ihn innenstadtnah. Die Leute müssen die Möglichkeit haben, in die Stadt zu kommen. Die bringen auch Umsätze." Wie Rainer Sindersberger erklärte, im Schnitt 35 Euro pro Tag. Die Verweildauer von Campern in einer Stadt liege bei zwei bis drei Tagen. Wildenauer: "Wir könnten das Defizit, das die Stadt hinsichtlich des Stadtbads hat, teilweise auffangen."

Keine Spur von Aufbruch

Leider stelle sich der Förderverein quer. Trotzdem würden sich zwei Varianten anbieten: Eine am Wehr, die andere in der Gegenrichtung, unmittelbar neben der Brücke. Als Vergleich verwies Wildenauer auf den Stellplatz in Schwandorf. Der liege zentrumsnah an der Naab und sei deshalb stark frequentiert.

Christian Deglmann griff Weidener "Defizite" auf. "Den von der SPD beschworenen Aufbruch, seit Kurt Seggewiß Oberbürgermeister ist, sehen wir nicht", sagte der BL-Fraktionschef. "Es handelt sich allenfalls um den Versuch, einen Aufbruch darzustellen." Die Themenvielfalt am Tisch war breit gestreut. Ganz oben stand die Elektromobilität. "Wir sehen sehr viele Fragezeichen hinter der infrastrukturellen Abarbeitung."

Er denke da an Stromtankstellen, sagte Deglmann und wies darauf hin, dass die Bürgerliste für Hybrid- und Elektroautos das kostenlose Parken durchgeboxt habe. "Elektromobilität ist in Weiden umsonst. Aber die Hinweisschilder dazu fehlen." Noch weiter oben auf seiner Prioritätenliste sah Deglmann die Realschule. "Inzwischen haben wir drei Teilbereiche: Schwimmbad, Sporthalle und die Realschule selbst." In der Ferienausschusssitzung seien völlig falsche Weichen für das Bad gestellt worden. "Wir hätten lieber einen Neubau gesehen." Diese Chance, die sich einer Stadt nur alle 30 Jahre stelle, habe sich hiermit erübrigt, bedauerte Stefan Rank. Reinhold Meier: "Wir hätten für das gleiche Geld ein doppelt so langes Becken und das auch noch neu bekommen." Kostenpunkt für die Stadt nach Abzug aller Fördermittel laut Meier: "Höchstens 1,5 Millionen Euro."

Weitere Schulen im Fokus

Wenigstens bei der Turnhalle hätten die politischen Mitbewerber richtig gehandelt. "Wir bekommen einen Neubau für alle möglichen Zwecke." Die Frage, ob die Realschule saniert oder neugebaut werden müsse, solle ein Projektmanager beantworten. "Hier muss die Politik an einem Strang ziehen und eine gute Lösung finden." Überhaupt stünden die Sanierungen gleich mehrerer Schulen im Fokus. Insbesondere die der Europa-Berufsschule. Angesichts der Ganztagsschulen-Angebote müssten auch Pestalozzi-, Hammerweg- und Albert-Schweizer-Schule nachgebessert werden. "Notwendigkeiten liegen vor."

Angesprochen wurden auch die Veränderungen des Schätzlerbades. Maier: "Hinter den Kulissen arbeitet man gerade an guten Lösungen. Ich glaube, die Wichtigkeit des Bades ist der Stadt bewusst." Er sei sich sicher, dass zukunftsträchtige Lösungen gefunden würden. "Die Stadt Weiden kann nicht ohne das Schätzlerbad."

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