Stadträtin erfragt Kosten für umstrittene Maibaum-Halterung
Das kostet der Spaß

Den Christbaum am Unteren Markt wirft so schnell nichts um. Dank einer Spezialeinfassung, die der Lions-Club und der Bauernmarktverein spendierten. Rund 8400 Euro hatte vorher die Stadt für die Maibaum-Halterung ausgegeben. Bild: Schönberger
Politik
Weiden in der Oberpfalz
21.12.2016
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Für manche war's ein Ärgernis. Für manche ein Spaß. Und für noch mehr war es wohl beides gleichzeitig: Aus Sicherheitsgründen hatte die Stadt am Unteren Markt eine Halterung für den Maibaum einpflanzen lassen. Die ist zwar bombenfest. Aber nicht winterfest.

Genauer: Für den Christbaum, der den Markt in der kalten Jahreszeit ziert, passte sie nicht. Und das wiederum schmeckte den Marktbauern nicht. Denn stattdessen hätte die Tanne dort aufgestellt werden sollen, wo eigentlich ihre Stände postiert sind. Hätte. Der Lions-Club Weiden und der Bauernmarktverein sponserten einen Christbaumständer, der in die Maibaum-Halterung passt (Kosten: rund 5000 Euro).

Zur Moral der Geschichte gehören allerdings auch die Kosten, welche der Stadt für die unflexible Maibaum-Halterung entstanden waren. Die wollte Gisela Helgath (Grüne) wissen. Die Antwort folgte als letzter öffentlicher Tagesordnungspunkt der Stadtratssitzung: Auf rund 8400 Euro beläuft sich die Maßnahme, die das Kulturamt in Auftrag gegeben hatte, unterstützt bei der Ausführung vom Tiefbauamt. Statik und Planung hatte ein Weidener Ingenieurbüro übernommen. Nach einer Ausschreibung fertigte dann eine Immenreuther Firma Fundamentkorb und Halterung. Den Einbau übernahm der Bauhof. Den Beton hatte übrigens eine Firma aus dem Kreis Neustadt gesponsert.

Auf eine Diskussion zu ihrer Anfrage verzichtete Helgath dann. Womöglich um des Friedens willen. Es war schließlich die Weihnachtssitzung des Stadtrates, die auf diese Weise wenigstens inhaltlich mit der Aufstellung eines Christbaums endete.
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