15.02.2018 - 13:58 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Stadtrat von Annaberg-Buchholz und Ehefrau verunglücken tödlich Kutschenunfall endet tödlich

Drama im Erzgebirge. Bei einem Kutschenunfall sind am Mittwochnachmittag der ehemalige Landrat des Erzgebirgskreises, Jürgen Förster (66), und seine Ehefrau (64) ums Leben gekommen.

Tragisches Ende einer Kutschfahrt: Für Jürgen Förster (66), Stadtrat von Annaberg-Buchholz, und seine 64-jährige Ehefrau endete der Ausflug am Valentinstag tödlich. Bild: Jens Uhlig
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Die Unfallursache ist nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz noch unbekannt. Neben den beiden Toten sind nach dem tragischen Vorfall noch drei zum Teil schwer Verletzte zu beklagen, darunter auch der Kutscher (59).

Jürgen Förster hatte 2008 nicht mehr für das Amt des Landrats kandidiert. Er gehörte aber weiterhin dem Kreistag des Erzgebirgskreises an sowie dem Stadtrat von Annaberg-Buchholz und ist deshalb in der Partnerstadt Weiden kein Unbekannter. Am Nachmittag des Valentinstages unternahm er mit seiner Frau und zwei weiteren Personen eine Kutschenfahrt. Auf einem Waldlehrpfad bei der Gemeinde Sehmatal kam der von zwei Pferden gezogene Wagen laut Polizei in einer Rechtskurve von dem Weg ab und prallte gegen einen Baum. Jürgen Förster und der Kutscher stürzten in ein angrenzendes Waldstück. Die Pferde gingen durch. Ein Mitfahrer (57) sprang ab. Försters Ehefrau und eine weitere Frau (54) blieben in der Kutsche, die erst nach mehr als einem Kilometer im Straßengraben zum Stehen kam.

Bei der 64-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen. Die 54-Jährige und der 57-Jährige wurden leicht verletzt ins Krankenhaus transportiert. Kurz darauf entdeckten die Einsatzkräfte den Stadtrat und den Kutscher, die in das Waldstück gestürzt waren. Sie konnten Jürgen Förster nicht mehr retten. Der 66-Jährige erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber flog den schwer verletzten Kutscher ins Krankenhaus. Die Kutsche wurde beschlagnahmt. Ein Sachverständiger war außerdem vor Ort, ebenso wie Polizei, Feuerwehr und ein Kriseninterventionsteam.

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