22.10.2016 - 02:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Tennet operiert mit möglichen Trassenvorschlägen: Erdkabel pur

Netzbetreiber sind lernfähig. Stießen sie im ersten Anlauf noch viele vor den Kopf, legt Tennet nun für den Süd-Ost-Link ein Bündel an Alternativen vor: "Das sind Vorschläge, die jetzt im Detail diskutiert werden", sagt Bürgerreferentin Carolin Kürth.

Tennet-Pressesprecher Markus Lieberknecht und Bürgerreferentin Carolin Kürth erläutern die Pläne. Bild: Gerhard Götz
von Jürgen Herda Kontakt Profil

Dass einige nun doch lieber eine klarere Vorgabe gesehen hätten, sei "die Krux der Planung", sagt Pressesprecher Markus Lieberknecht. "Wir wollten keine gangbaren Wege von vornherein ausschließen - alle Vorschläge sind mit Erdkabel machbar". Zu den Planungsvorgaben gehört, den kürzesten Weg zu wählen, also annähernd Luftlinie. Carolin Kürth: "Wir haben zwei Vorgaben - möglichst direkt, kurz und kostengünstig zu planen." Mögliche Trassen wurden mit einem Geoinformationssystem errechnet. Abweichungen ergeben sich durch die Vermeidung von Raumwiderständen.

Das erklärt die Kurve Richtung tschechische Grenze auf Höhe Tirschenreuth: "Eine Alternative zum Ostbayernring und zur A 93 - die geht manchmal ins Gestein, da kann man nicht direkt daneben bauen", sagt Kürth. Das Projekt habe zum Ziel, Überschüsse der Offshore-Windenergie aus dem Norden nach Süden zu transportieren. Der Süd-Ost-Link sei Teil des europäischen Stromnetzes. Die Erdverkabelung koste jeden Haushalt im Schnitt etwa zehn Euro zusätzlich - das Projekt insgesamt 15 Euro.

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