27.02.2018 - 18:40 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Turnerbund-Areal: Stadt lädt Bürger zur Mitarbeit ein Start für erste Studien

Die ersten Planungen, noch vor einem Jahr von einem Privatinvestor erstellt, konnten mit einer sechsgeschossigen Bebauung nicht überzeugen. Jetzt, nachdem die Stadt Weiden das freie Turnerbund-Gelände erwarb, soll natürlich alles besser werden. Damit dies gelingt, lädt die Stadt Weiden die Bürger zur Mitarbeit ein.

26,8 Hektar misst die Fläche, die die Stadt Weiden in der Machbarkeitsstudie für die Bebauung Vorderen Hammerwegs untersucht.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Das Stadtplanungsamt schlägt auf Wunsch der Stadträte einen weiten Kreis um die aus dem TB-Areal erworbene Fläche von 3,5 Hektar. So ist etwa auch die gesamte grüne Fläche des Hammerweg-Parks, der Überschwemmungsbereich der Schweinnaab (fast bis an das Wasserwerkstadion) sowie der ehemalige Striegl-Lagerplatz (heute Materialsammelplatz der Stadt) in das "Untersuchungsgebiet" gerutscht.

Auf 26,8 Hektar schätzt Friedrich Zeiß, Leiter des Stadtplanungsamtes, den Bereich, für dessen Neugestaltung und Nutzung am Donnerstag, 1. März, gleichsam der Startschuss fällt: Ab 18 Uhr findet im Saal des Seniorenheims St. Konrad (Heinrich-von-Kleist-Straße 2) die Bürgerinformationsveranstaltung zur Machbarkeitsstudie "Wohnbebauung auf dem Turnerbundgelände" statt.

Mit den Voruntersuchungen wurde das Büro Dragomir Stadtplanung aus München beauftragt, das auch die Moderation des Abends übernehmen wird. Das ehemalige Turnerbundgelände zwischen Hammerweg und B 22 soll für den Wohnungsbau städtebaulich entwickelt werden. In der Machbarkeitsstudie werden die Potenziale der Fläche, die Schutzbereiche und Rahmenbedingungen herausgearbeitet.

"Wir brauchen möglichst aussagekräftige Ergebnisse", stellt Zeiß fest, der alle Bürger um Mitwirkung bittet. Die Stadtplaner sind sich durchaus bewusst, dass eine Reihe von Problemen zu lösen ist. Wie etwa lassen sich die Belästigungen verringern, die vom Verkehrslärm auf der nahen Ostmarkstraße ausgehen? Wie lässt sich das Baugebiet verkehrlich anbinden, obwohl es keine direkte Auffahrt zur B 22 geben darf? Zugleich lasse sich etwa die Überschwemmungsfläche der Schweinnaab für eine interessante Zweitnutzung aufwerten. "Das kann ein qualitätsvoller Außenbereich für eine Wohnbebauung sein", blickt Zeiß voraus.

Quasi eine Bestandsgarantie für die großen Bäumen und die alten Kastanien im "Hammerweg-Park" haben die Stadträte sowohl bei den Ortsbesichtigungen als auch bei den Diskussionen in den Stadtratsgremien gegeben.

Jeder Weidener sei eingeladen, bei der Beteiligungsveranstaltung am Donnerstag mitzudiskutieren, Ideen einzubringen, Kritik und Anregungen zu äußern. Das Wissen der Bewohner über ihre Stadt stelle einen gigantischen Erfahrungsschatz dar. Diese Ressource wollen Stadtplanungsamt und Planungsbüros nutzen, um beim Planen und Gestalten des Areals die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger berücksichtigen zu können. "Jetzt werden die ersten Weichen gestellt." Auf Grundlage der Bürgerbeteiligung werden das Büro Dragomir aus München sowie das Weidener Büro von Architekt Karlheinz Beer jeweils drei Entwürfe für die künftige Wohnnutzung des Areals erarbeiten.

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