16.02.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

USA-Experte spricht vor Schülern der FOS/BOS über das Phänomen Trump Vortrag mit Anschnallpflicht

(swi) Knapp und deutlich: "Der neue US-Präsident ist ein Narziss und Egomane. Was in seinem Kopf vorgeht, ist ungewiss", sagte Dr. Markus Hünemörder in der voll besetzten Aula der FOS/BOS Weiden. Doch eines steht für den USA-Experten fest: "Donald Trump wird Schaden anrichten." Daher riet der Lehrbeauftragte der Münchener Ludwigs-Maximilian-Universität am Ende seines Vortrags zum Thema "American Politics in the Age of Trump" den rund 350 Schülern im Auditorium: "Wir müssen uns anschnallen."

"Dieser Mann wird Schaden anrichten", prophezeite der Amerika-Experte Dr. Markus Hünemörder bei seinem Vortrag in der FOS/BOS über die Politik der USA unter Präsident Donald Trump. Bild: swi
von Silke WinklerProfil

Trotz dieser wenig rosigen Aussicht näherte sich Hünemörder dem Phänomen Trump mit einer großen Portion Humor. "Die US-Zeichentrickserie ,Die Simpsons' hat bereits vor 16 Jahren den dubiosen Geschäftsmann zum US-Präsidenten gemacht", so der Historiker. Darüber habe die Welt gelacht. Doch das Gelächter sei zwischenzeitlich verstummt. "Aus der Satire ist Realität geworden."

Welche seiner Wahlversprechen Donald Trump nun einlösen kann, bleibe offen. Für durchaus denkbar hält Hünemörder, dass Trump das Klimaabkommen von Paris kündigt, durch neue Zölle einen Handelskrieg mit China riskiert und Syrien und die Ukraine Russland überlässt. Damit knüpfe der neue US-Präsident an Amerikas Politik des "splendid isolationism" (wörtlich: "glänzender Isolationismus") aus der Zeit vor den beiden Weltkriegen an.

Dieser Protektionismus habe aber in einer globalisierten Welt keinen Platz und werde der amerikanischen Politik und Wirtschaft schaden. Doch auch "wir befinden uns unter Trump auf einer holprigen Fahrt in einer Achterbahn", erklärte er. Schulleiterin Gabriele Dill dankte Dr. Markus Hünemörder für seinen ebenso humorigen wie fundierten Vortrag, den die Englischlehrkräfte Ruthild Käsbauer und Johanna Lohwasser organisiert hatten.

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