05.02.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Viele Gründe sprechen für Sanierung der Realschul-Dreifachhalle Neuer Sporttrakt chancenlos

Der Wettkampf scheint entschieden. Eine Sanierung des Sporttraktes der Realschulen mit Schwimmbad und Dreifachhalle kommt nach neuesten Berechnungen deutlich günstiger als ein Neubau. Für den spricht fast gar nichts mehr. Offen ist, ob an der Südseite der Sporthalle eine neue Zuwegung zu den Tribünen geschaffen werden soll.

Im Bereich der Notausgangstür auf der südlichen Seite der Realschul-Dreifachhalle könnte ein Anbau entstehen, über den die Tribünen sicher und schnell zugänglich wären. Das hätte aber mit der Sanierung nur am Rande zu tun und müsste vom Stadtrat extra beschlossen werden. Bild: Schönberger
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Am Donnerstag im Bauausschuss empfiehlt die Verwaltung, die Sanierung der Schwimm- und Sporthalle weiterzuverfolgen und abzuschließen. Nach einer neuen Berechnung der "Architekten-Arge Krieger+Riehle" würde die Sanierung 16,5 Millionen Euro kosten. Für einen Neubau liegt nur eine grobe Schätzung des Amtes für Hochbau und Gebäudemanagement vor. Demnach würden ohne Abbruchkosten 18,2 Millionen Euro fällig.

Probleme bereitet die Lage der Tribüne. Sie ist praktisch nur über das Spielfeld zu erreichen, kann aber im Bestand wirtschaftlich und technisch nicht anders gelöst werden. Um einen unmittelbaren Zugang zu den Tribünen sicherzustellen, müsste auf der Südseite ein Anbau errichtet werden. Die dafür erforderliche Öffnung ist in der Planung bereits vorgesehen. Allerdings fehlt ein Beschluss des Stadtrats, da es sich um eine eigene Baumaßnahme handelt. Auch die Kosten sind bisher nicht bekannt.

Nach Meinung der Verwaltung sprechen nicht nur die niedrigeren Kosten für die Generalsanierung. Weitere Faktoren sind demnach:

Zusage der ZIP-Förderung in Höhe von 3 Millionen Euro steht.

Der weit fortgeschrittene Planungsstand stellt eine Wiedereröffnung im Jahr 2020 in Aussicht.

Die bisherigen Planungskosten in Höhe von über 500 000 Euro wären im Fall eines Neubaus verloren.

Bei den Bau- und Nebenkosten sind in den nächsten Jahren weitere Preissteigerungen zu erwarten.

Aufgrund der Stabilisierungshilfen kann die Stadt mit FAG-Mitteln in Höhe von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten rechnen.

Bei einem Neubau müsste noch die Grundstücksfrage gelöst werden.

Besonders weist die Verwaltung in ihrem Sachstandsbericht darauf hin, dass, auch wenn es sich "nur" um eine Sanierung handelt, eine "neue" Turn- und Schwimmhalle entstehen wird, da unter anderem die gesamte Technik, die Innenausstattung, die Fassade und die Dächer erneuert werden. Gelöst werde das Legionellenproblem im Hallenbad. Die Dreifachhalle werde zudem wieder relativ kurzfristig benötigt, da sich auch die Mehrzweckhalle, und hier insbesondere der Boden, in einem sanierungsbedürftigen Zustand befindet.

Abschließend betont die Verwaltung, dass die Sanierung des Sporttraktes in zentraler Lage als positives Signal und Impulsgeber für die Entwicklung in der Innenstadt dienen kann. Zudem fügt sich die zurückhaltende Wahl der Fassadengestaltung ohne "Effekthascherei" und ohne dominierende Farbgestaltung in die innenstadtnahe Lage ein und lässt im Umfeld Spielraum für Gebäude und Nutzungen verschiedenster Art.

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