22.03.2018 - 22:14 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Vorläufiger Verzicht auf Strafzölle USA brauchen Europa gegen China

Zur Erinnerung: Die Weltwirtschaftsordnung mit freien Märkten geht auf die Vereinigten Staaten zurück. Die Internationalisierung als bewusster Gegenpol zum Warschauer Pakt liegt allerdings ein halbes Jahrhundert zurück. Die transatlantischen Bande sind bzw. waren nicht nur ökonomischer, sondern politischer und militärischer Natur.

von Clemens Fütterer Kontakt Profil
Kommentar

Die USA verschonen jetzt mit dem vorläufigen Verzicht auf Strafzölle für Stahl und Aluminium aus der EU ihre engsten Verbündeten. Das Zugeständnis in quasi letzter Minute rührt weniger von Nachsicht oder der Einsicht her, dass solche Strafzölle den USA selber mehr schaden als nutzen. Das Mit-Sich-Reden-Lassen beruht allein auf der Interessenslage: Nämlich in der Erwartung an die EU, bestehende Handelshemmnisse - die gibt es wirklich - abzubauen. Und vor allem an der Seite der Vereinigten Staaten zu stehen, wenn sie handelspolitisch China ins Visier nehmen. Denn wie keine andere Wirtschaftsmacht profitieren die Chinesen von der Globalisierung, während sie gleichzeitig mit allerlei Finten den eigenen Markt vor ausländischer Konkurrenz weitestgehend abschotten. Es gibt kaum ein exportstarkes Unternehmen, das diesbezüglich nicht von unerfreulichen Erfahrungen mit China erzählen kann.

Auch eine Großmacht braucht Verbündete: unabhängig von Donald Trump. Der US-Präsident entsetzt immer wieder von Neuem, welch emotionale Verwüstungen ein einziger Mensch in der Welt anrichten kann.

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