12.04.2018 - 20:54 Uhr
Oberpfalz

VW-Konzern muss sich auch strukturell erneuern Gewinne blendend, aber Image angeschlagen

Die Wirtschaftspresse spekuliert in Superlativen über den "größten Konzern-Umbau aller Zeiten". Es war eine Panne zu viel, die beim Volkswagen-Konzern mit seinen mehr als 620 000 Beschäftigten das Fass zum Überlaufen brachte. Trotz blendender Gewinne ist es um das Image der Traditionsmarke VW nicht zum besten bestellt. Gelinde gesagt.

von Clemens Fütterer Kontakt Profil

Für Spott und Häme sorgte zuletzt international der Abgas-Test an Affen; Irritationen bewirkte VW-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller höchstpersönlich mit seinem kryptischen Wunsch nach einem Tempolimit und dem Abbau der Steuer-Privilegien für den Diesel. Ganz zu schweigen von der peinlichen Vorstellung bei der Aufarbeitung des betrügerischen Diesel-Desasters: Für das der VW-Konzern - anders als in den USA - in Deutschland den Auto-Eigentümer beziehungsweise den Steuerzahler blechen lassen will. Die öffentliche Diskussion über das Zerrbild vom raffgierigen Manager befeuerte der VW-Chef mit ziemlich missverständlichen Aussagen zu einer Deckelung der Top-Gehälter. Selber streicht er eine zweistellige Millionensumme ein. Im Jahr.

Wie auch die Entscheidungen des am Donnerstagabend tagenden Aufsichtsrats-Gremiums von VW im Detail ausfallen: Müller muss als Konzern-Lenker gehen. Als sein Nachfolger steht VW-Markenchef Herbert Diess fest. Erneuerung ist bei dem Welt-Konzern, der wie kein anderer die Leistungskraft der Industrienation Deutschland verkörpert, dringend notwendig. Nicht nur personell, sondern auch strukturell.

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