06.05.2018 - 11:02 Uhr
Oberpfalz

Weiden auf dem Weg zur digitalen Einkaufsstadt Kunden: Was sie alles wollen

Amazon und Co sind die Gefährder. Der Online-Handel macht dem lokalen Einzelhandel schwer zu schaffen. Die Attraktivität sinkt. Da muss gegengesteuert werden.

Auf der Webseite eines Online-Shops sind Symbole und die Worte "Mein Konto", "Warenkorb" und "Los" abgebildet.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Dabei sind die Einzelhändler nicht allein. Das ist in der Sitzung des Wirtschaftsbeirats deutlich geworden. Der neue Wirtschaftsförderer Nicolas Lahovnik sieht denn auch die Attraktivierung der Einkaufsstadt Weiden als eine seiner Kernaufgaben. Dabei sollen in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing, dem Einzelhandelsverband, dem Hotel- und Gaststättenverband, der IHK und der Handwerkskammer über Maßnahmen diskutiert werden. Arbeitstitel: Digitale Einkaufsstadt.

Konkret geht es darum, örtliche Betriebe bei der Online-Vermarktung zu unterstützen und gemeinsam Wege zu finden, als Einzelhandelsstandort zukunftsfähig zu bleiben. Seine Mitarbeit hat auch Dr. Wolfgang Weber von der OTH angeboten, die gerade beim Thema E-Commerce bereits auf große Erfahrung zurückgreifen kann. Der Trend gehe zur "smart City". Der Kunde wolle Infos von Einkaufsmöglichkeiten über Restaurant-Tipps bis zu Freizeitangeboten.

Erste Erwartungen der Akteure an die "moderne Einkaufsstadt" sind: die Auffindbarkeit im Netz zu steigern, eine gemeinsame Plattform über die Stadt Weiden, einheitliches W-Lan, Beschilderungshinweise auf der Autobahn, E-Bike-Ladestationen samt Fahrradständer, eine Coupon-App und einen City-Gutschein oder eine City-Card. Die letztgenannten Angebote sind nach Ansicht von Wirtschaftsclub-Präsident Anton Braun in seiner Funktion als Konsument nicht als besonders attraktiv an. Unter der Überschrift "Customer Experience" fordert er eine Befragung der Kunden. "Was wollen Sie?"

Für Stadtmarketing-Geschäftsführerin Andrea Schild-Janker ist die Zeit reif, ein großes Vermarktungskonzept für Weiden zu entwickeln. Der Verein habe dies allein nicht im Kreuz, könne aber dazu beitragen. Möglicherweise steht die Sparkasse in den Startlöchern. OB Kurt Seggewiß machte deutlich, dass auch der Stadtrat über den Nachtragshaushalt finanziell seinen Beitrag leisten müsse. Er warnte davor, nur auf das NOC zu schielen. "Wir müssen den gesamten Handel im Blick haben." 88 Prozent der Kunden wollten wissen, wo etwas los ist. Seggewiß kündigte schließlich eine Änderung des Internet-Auftritts der Stadt an. "Es ist der Auftritt einer Verwaltung. Und so sieht er derzeit auch aus."

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