28.09.2017 - 11:30 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener Kämmerin erwartet für dieses Jahr über 24 Millionen Euro aus Gewerbesteuer Stadt jubelt über sprudelnde Steuern

Etliche Jahre hat die Gewerbesteuer erheblich geschwächelt. Noch vor zwei Jahren kamen statt der erwarteten 20 Millionen nur 17,6 Millionen Euro herein. Diese Phase scheint nun vorbei zu sein. Im Vergangenen Jahr beliefen sich die Einnahmen bereits auf ziemlich genau 20 Millionen, und in diesem Jahr erwartet Stadtkämmerin Cornelia Taubmann knapp über 24 Millionen Euro. Ein absoluter Spitzenwert, der schon lange nicht mehr erreicht worden ist.

"Nachzahlungen von Firmen sorgen für die erfreuliche Entwicklung bei der Gewerbesteuer" Zitat: Kämmerin Cornelia Taubmann
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Den Betrag nannte sie im Finanzausschuss bei der Vorstellung des Quartalsberichts über die Entwicklung der Steuern. Gegenüber dem "Neuen Tag" erklärte sie die erfreuliche Entwicklung mit Nachzahlungen von Firmen aus den vergangenen Jahren. Dies sei auch für die nähere Zukunft als positiv zu bewerten. Im gerade fertiggestellten Entwurf des städtischen Haushalts für 2018 geht die Kämmerin denn auch von - vorsichtig geschätzten - Einnahmen in Höhe von 22,5 Millionen Euro aus.

Parallel zur Gewerbesteuer sprudeln auch die Steuerbeteiligungen. So sind in diesem Jahr beim Einkommensteueranteil mit 20,5 Millionen rund 600 000 Euro mehr drin als geplant. Und für 2018 hält Taubmann ein weiteres Plus für möglich. Schließlich spielt auch die Umsatzsteuer mit. Hier waren 4,27 Millionen eingeplant, Ihr Anteil steigt aber wohl auf über 5 Millionen Euro.

Weitere Zwischenstände sorgen ebenfalls für fröhliche Gesichter. So sind bei der Grundsteuer B 7,1 Millionen Euro im aktuellen Haushalt veranschlagt. Zum 13. September waren aber schon 7,04 Millionen verrechnet. Eine ähnliche Entwicklung ist bei der Grunderwerbssteuer festzustellen. Ihr Ansatz liegt bei 1,1 Millionen Euro. Eingegangen sind zum 13. September 1,04 Millionen.

Der Entwurf des Haushaltsplans 2018 ist in diesen Tagen den Fraktionen zugegangen. Dort wird das etwa 700 Seiten starke Zahlenwerk nun vorbesprochen, bevor am 10. und 11. Oktober die harten Verhandlungen über die Bühne gehen. Am ersten Tag gehen die Stadträte inzwischen schon traditionell ins Kloster Waldsassen in Klausur. Am Tag darauf werden die Beratungen ab 9 Uhr im großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses öffentlich fortgesetzt.

Der Entwurf schließt im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit133,35 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit knapp 22 Millionen, davon 14,5 Millionen reine Investitionen. Eine Neuverschuldung ist nicht vorgesehen.

Nachzahlungen von Firmen sorgen für die erfreuliche Entwicklung bei der GewerbesteuerKämmerin Cornelia Taubmann
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