13.04.2018 - 21:14 Uhr
Oberpfalz

Wissenschaftsministerin Marion Kiechle verrät: Sie ist in die CSU eingetreten Die OTH als "Motor in der Oberpfalz"

Zum Festakt zu fünf Jahren OTH-Verbund in Weiden kam auch die neue Bayerische Wissenschaftsministerin Marion Kiechle. Dass sie nicht nur an Forschung interessiert ist und kürzlich der CSU beitrat, verrät sie im Interview.

Wissenschaftsministerin Marion Kiechle (Mitte) ist zu Gast beim Festakt zu fünf Jahren OTH-Verbund in Weiden. Professor Wolfgang Baier vom Standort Regensburg und Professor Andrea Klug von Amberg-Weiden nehmen sie in Empfang. Bild: Schönberger
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Die Ärztin, die lange Zeit in der Wissenschaft tätig war, hielt den Festvortrag. Professor Marion Kiechle, die Ministerpräsident Markus Söder im März in sein Kabinett holte, lobte den OTH-Verbund Amberg-Weiden und Regensburg: "Im Verbund haben Sie viel erreicht". Nach der Feier gab sie Oberpfalz-Medien ein Interview.

Was bedeutet der OTH-Verbund für die nördliche Oberpfalz?

Marion Kiechle: Das ist aus meiner Sicht ein ganz wichtiger Motor für den Wissens- und Bildungsstandort in der Oberpfalz. Der Verbund stellt sich auch den Bedürfnissen hier im Rahmen der angewandten Forschungsprojekte. Er stellt sich gut für die Zukunft auf.

Was muss sich an Unis und Hochschulen noch verbessern?

Wir in Bayern sind ja im Vergleich zu anderen Bundesländern schon gut aufgestellt. Wir haben wahnsinnig viele Hochschulen. Das ist auch gut so. Diese gilt es, nachhaltig zu stärken und für wichtige Zukunftsthemen auszubauen.

Wie könnte man sie stärken?

Unter anderem finanziell, damit sie besser planen können.

Politik und Verwaltung sollen schlanker werden. Nun gibt es zwei Minister beim Bayerischen Kultusministerium. Hat es Ludwig Spaenle nicht richtig gemacht?

Aber wenn ich mir anschaue, was ich jetzt alles zu tun habe - und ich habe ja nur die Bereiche Wissenschaft und Kunst. Ich glaube, man kann alle Bereiche besser voranbringen, wenn man sie aufteilt. Für eine Person allein ist das schon sehr viel. Ich glaube, das ist jetzt eine Verbesserung.

Was sind Ihre Ziele als Wissenschaftsministerin?

Auf jeden Fall den Exzellenzstandort in Forschung, Wissenschaft und Lehre in Bayern zu stärken und weiter auszubauen.

Sie sind parteilos?

Nein, ich bin letzte Woche in die CSU eingetreten. Es war ein leichter Schritt.

Ministerpräsident Markus Söder gilt als Macher. Sind Sie eine Macherin?

Ganz sicher. Ich komme ja aus dem Klinikbetrieb, da muss man machen und schnell entscheiden. Das kann ich ganz gut. Ich habe mich auch ganz schnell bei dem Angebot, Wissenschafts- und Kunstministerin zu werden, entschieden.

Vor kurzem kursierte ein Foto von Horst Seehofer und seinen männlichen Mitarbeitern im Bundesinnenministerium. Wie fanden Sie das Männerteam?

Mir hat's auch nicht gefallen. Die Zeiten sind vorbei. Wir wissen, dass gemischte Teams, egal wo, effektiver und besser sind. Aber bei Herrn Söder ist es nicht so - sieht man ja.

Sie sind mit Fußball-Kommentator Marcel Reif verheiratet. Geht's bei Ihnen am Küchentisch eher um Fußball oder Politik?

Um beides. Es geht um Fußball, Medizin, Politik, aber auch um Familie.

Sind Sie Fußball-Fan?

Ja, vom FC Bayern. Ich war schon Fan, bevor ich meinen Mann kennenlernte.

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