13.11.2017 - 20:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

ZENO-Naturstrom neu im Angebot – Stadtwerke: Gebühren werden 2018 nicht teurer Aus Bayern statt aus Norwegen

Kurt Seggewiß ließ es sich nicht nehmen, die "frohe Kunde" selbst zu verbreiten. Bei den Stadtwerken komme es im Jahr 2018 zu keinerlei Gebührenerhöhungen. "Die Preise bleiben stabil", sagte der Oberbürgermeister bei einem Pressegespräch mit dem "Neuen Tag". Und er berichtete zusätzlich von einer neuen Zusammenarbeit mit Zeno, der "ZukunftsEnergieNordoberpfalz GmbH", der neben den Stadtwerken Weiden acht Gemeinden aus dem Landkreis Neustadt/WN angehören. Ergebnis der Zusammenarbeit ist, dass der angebotene Naturstrom künftig nicht mehr aus Wasserkraftwerken in Norwegen stammt, sondern zu 100 Prozent aus bayerischer Wasserkraft. Pate hierfür steht der Grundgedanke, Energie regional zu erzeugen und direkt vor Ort zu verbrauchen. Die Vorstände der Stadtwerke, Christine Melischko und Johann Riedl, berichteten, dass die Kunden im Laufe der Woche informiert würden. Sie könnten dann aus allen Angeboten wählen. Der bayerische Naturstrom sei nur geringfügig teurer, nämlich 12 Euro im Jahr.

Zeno-Vorstand Boris Damzog (sitzend, links) und Aufsichtsratsvorsitzender Günter Stich haben unterschrieben. Sie wollen Naturstrom aus bayerischer Wasserkraft. OB Kurt Seggewiß sowie die Stadtwerke-Vorstände Christine Melischko und Johann Riedl finden's super. Bild: Schönberger
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Ansonsten bleiben die Preise gleich, obwohl diese an der Börse derzeit "durch die Decke" gehen. Die Verantwortlichen haben den Standard-Strom schon vor einiger Zeit für die Jahre 2018 und 2019 eingekauft. Auch Gas wird nicht teurer. Und bei Wasser und Abwasser kommt es erst 2019 zu Veränderungen. Zu sagen, in welche Richtung, wäre nach Riedl derzeit "reine Kaffeesatzleserei".

Beim Pressegespräch mit dabei waren auch Zeno-Aufsichtsratsvorsitzender Günter Stich und Vorstand Boris Damzog. Sie sprachen von einem guten Beispiel, wie Stadt und Land Hand in Hand marschierten. Beide füllten sogleich Antragsformulare für den bayerischen Naturstrom aus. Stich wünscht sich die Nummer 000 000 01.

Kritik gab's an der Staatsregierung. OB Seggewiß bedauerte zutiefst, dass es außer in Waidhaus kein weiteres Windrad in der Region gebe. "Die 10H-Regelung hat im Freistaat das endgültige Aus gebracht." Abschließend wies Riedl darauf hin, dass der Strompreis der Stadtwerke zum Beispiel im Verhältnis zur Eon sehr attraktiv sei. "Und über unser Kundencenter gibt's alles aus einer Hand." (Angemerkt)

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