18.01.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Zweitägige Klausurtagung des Stadtrats zur Zukunft von Weiden Stadtpolitik auf neuen Wegen

Fünf Themen-Schwerpunkte hat die Verwaltung vorbereitet: Innenstadtentwicklung, Wirtschaft, Wohnen, Soziales und Wettbewerb. Dazu werden bei einer Klausurtagung des Stadtrats im Kloster Waldsassen fünf Arbeitsgruppen gebildet. Die Ergebnisse loben alle über den grünen Klee.

Ein "Weiter so" beim Verkehr in der Innenstadt wird es nicht geben. Dazu ist der Bereich zu schade, vor allem, wenn das NOC fertiggestellt ist. Mehr Verkehrsberuhigung ist angesagt. In welchem Maß? Darüber gibt es bei den Fraktionen im Stadtrat noch erheblichen Diskussionsbedarf. Archivbild: Hartl
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Bei einer Pressekonferenz äußerten sich die Fraktionsspitzen sowie Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Bürgermeister Lothar Höher zu den Details. Und es wurden bereits Forderungen nach einer Fortsetzung im nächsten Jahr laut.

Innenstadtentwicklung: Berichterstatter Reinhold Wildenauer (Bürgerliste).

Als Richtlinie für die Arbeit von Verwaltung und Stadtrat soll ein umweltfreundliches und wirtschaftliches Innenstadtkonzept entwickelt werden. Dabei geht es um eine attraktive Verkehrslösung einschließlich ruhender Verkehr. Weiteres Ziel ist eine Attraktivitätssteigerung für die Bahnhofstraße, den Bahnhofvorplatz und den an das Bahnareal zur Frauenrichter Straße hin angrenzenden Röger-Komplex. Für das Naabwiesenareal sind als Ziele die Erneuerung der Realschulen und die Neugestaltung des Naabwiesenparkplatzes genannt worden, und zwar als Teil eines gesamtheitlichen Entwicklungskonzepts. Ferner soll noch in diesem Jahr eine Konzeption für die Erneuerung der Bodenbeläge in der Altstadt erarbeitet werden.

Wirtschaft: Roland Richter (SPD).

Planreife des Bebauungsplans, Grunderwerb, Spatenstich und der Startschuss für das Marketing sind die ehrgeizigen Ziele für das Gewerbegebiet West IV. Ausdiskutiert werden muss noch die Frage, ob das Areal über ein klassisches Gewerbegebiet hinaus in der Lage sein soll, moderne Lebens- und Arbeitswelten zu vernetzen. Zur Gewinnung weiterer Gewerbeflächen ist vorgesehen, Leerstände anzukaufen und für Start-up-Unternehmen bereitzustellen. Das Einzelhandelskonzept muss unter dem Arbeitstitel "Digitale Einkaufsstadt" erweitert werden.

Wohnen: Wolfgang Pausch (CSU).

Im Mittelpunkt stehen die ehemaligen Sportgelände von SV Detag und TB, dazu kommen Nachverdichtungen in allen Stadtteilen. An sozialen Wohnungsbau wird ebenso gedacht wie an zeitlich befristeten Bauzwang für die Erwerber. In den Wohngebieten sollen neben Geschosswohnungsbau auch Reihenhäuser und Einfamilienhäuser verwirklicht werden. Zur Nachverdichtung ist eine flächendeckende Aktualisierung der Bebauungspläne notwendig.

Soziales: Gisela Helgath (Grüne).

Größte Herausforderungen sind die Umstrukturierung der Sozialverwaltung zum Sozialbürgerhaus sowie die Familien- und Jugendarbeit. Handlungsbedarf besteht bei den hohen Sozialausgaben und Arbeitslosenzahlen. Zufrieden war die Arbeitsgruppe mit dem Kita-Ausbau, der Sicherheitslage in Weiden und dem hohen ehrenamtlichen Engagement, insbesondere Migranten betreffend. Im Bereich Integration soll Weiden deshalb zum "Toronto Bayerns" werden. Das kanadische Vorbild hat für vorbildliche Maßnahmen in diesem Bereich eine Auszeichnung erhalten. Barrierefreiheit und Obdachlosigkeit sind weitere Felder, um das soziale Gesamtklima noch zu verbessern.

Wettbewerb: OB Kurt Seggewiß.

Die Verwaltung platzt aus allen Nähten. Hier soll das Sozialbürgerhaus Abhilfe schaffen. Aufgrund der Alterspyramide werden die Ausbildungsquoten hochgefahren. Konzepte für Weiden als Wirtschaftsstandort, für die Innenstadt und für kulturelle Veranstaltungen werden entwickelt. Weiden hat Zukunft, Weiden zieht an, Weiden bewegt.

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