24.12.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Am Sonntag um 18 Uhr bei Schlusslicht ESV Kaufbeuren - Christian Witthohn gibt sein Debüt Blue Devils: Kellerduell im Allgäu

Kampf um Punkte statt Weihnachtsruhe: Zum Kellerduell der 2. Eishockey-Bundesliga treten die Blue Devils am zweiten Weihnachtsfeiertag (Sonntag, Beginn 18 Uhr) bei Schlusslicht ESV Kaufbeuren an.

von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Die Allgäuer sind heuer in die Rolle geschlüpft, die im Vorjahr während der gesamten Vorrunde die Blue Devils inne hatten. Nach 28 Spieltagen ziert der Traditionsverein abgeschlagen das Tabellenende, zehn Punkte hinter dem Vorletzten Weiden. Kaufbeuren hat zuletzt neun Spiele am Stück verloren, das letzte Erfolgserlebnis war am 19. Spieltag der 4:3-Sieg gegen Duisburg.

Dennoch ist die Partie für die Oberpfälzer mit Sicherheit kein Selbstläufer. Trainer Leos Sulak weiß genau, dass sich sein Team in den beiden bisherigen Vergleichen mit Kaufbeuren nicht mit Ruhm bekleckert hat. Am 17. September feierten die Allgäuer mit 5:1 einen ihrer fünf Siege in dieser Saison, beim Rückspiel in Weiden gab es einen glücklichen 4:2-Erfolg für die Blue Devils. "Wir müssen defensiv gut stehen, alle Sturmreihen müssen diszipliniert nach hinten arbeiten", fordert Sulak von seinen Cracks.

Ondruschka bei der U18

Außer Florian Ondruschka haben die Blue Devils am Sonntag alle Mann an Bord. Das 17-jährige Talent nimmt mit der deutschen U18-Nationalmannschaft an einem Fünf-Nationen-Turnier in der Schweiz teil. Gegner des DEB-Nachwuchses sind neben dem Gastgeber die Slowakei, Tschechien und Finnland. Ondruschka fehlt auch am Dienstag in der Heimpartie gegen Duisburg und am Donnerstag beim Gastspiel in Landshut. Er kehrt am Sonntag, 2. Januar, im Heimspiel gegen Essen ins Weidener Team zurück.

Da die Passformalitäten rechtzeitig abgewickelt wurden, gibt Neuzugang Christian Witthohn am Sonntag sein Debüt. "Er hat im Training einen guten Eindruck hinterlassen, besonders im läuferischen Bereich", sagt Leos Sulak. Voraussichtlich wird Witthohn ein Pärchen mit Jan Penk bilden. Zuwachs bekommt die Abwehr wieder mit Stefan Keski-Kungas, weil das "Center-Experiment" insgesamt nicht die erhoffte Wirkung gebracht hat. Zwischen den Pfosten steht am Sonntag wahrscheinlich Reinhard Haider, während am Dienstag gegen Duisburg mit dem Einsatz von Lukas Lang gerechnet wird.

Im Angriff setzt Sulak möglicherweise auf vier Reihen, da sich bei den Leistungsträgern zuletzt doch ein Kräfteverschleiß bemerkbar gemacht hat. Sorgen bereitet Samuel St. Pierre, der während der Woche wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel mit dem Training aussetzen musste. Sulak geht aber davon aus, dass der Franko-Kanadier zusammen mit J. F. Boutin und Christian Grosch im ersten Block aufläuft.

Bartels wieder dabei

Florian Mayer und Stephan Hagn (Sulak: "Beide machen Fortschritte, brauchen aber Spielpraxis") stürmen an der Seite von Christian Kinateder. Unverändert bleibt Reihe zwei (Michal Piskor, Holger König, Sebastian Wolsch), während für Formation vier Peter Gruhle, Michal Bartosch und der wieder einsatzfähige Florian Bartels eingeplant sind.

Beim ESV Kaufbeuren geht jetzt schon der Blick in Richtung Abstiegsrunde. Für ein Happy End der bislang verkorksten Saison soll der vor wenigen Tagen verpflichtete Trainer Peter Ustorf sorgen - nach Doug Kacharvich und dem Duo Jochen Koch/Norbert Zabel heuer schon der vierte Mann auf der Kommandobrücke. Auch personell dürfte sich bei den Allgäuern in den nächsten Wochen noch etwas tun, denn es wird fieberhaft nach Ersatz für den gefeuerten kanadischen Verteidiger David Cousineau gesucht.

Aufgebot Blue Devils Weiden: Haider, Meiler - Ström, Göldner, Penk, Witthohn, Keski-Kungas, Herbst, Höck - St. Pierre, Boutin, Grosch, Wolsch, Piskor, König, Hagn, Kinateder, Mayer, Bartosch, Bartels, Gruhle, Zellner.

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