15.12.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Aufsteiger liegt auf Rang fünf - SC Bietigheim die große Enttäuschung - Halbzeit-Bilanz der 2. ... Lausitzer Füchse das Überraschungsteam

von Rudolf Gebert Kontakt Profil

In der 2. Eishockey-Bundesliga ist die Hälfte der Vorrunde (182 Spiele) absolviert. Die Liga ist vom Niveau her stärker als im Vorjahr, was sich auch im Zuschauerschnitt (2132 pro Match, knapp 100 mehr als zum gleichen Zeitpunkt der letzten Saison) niederschlägt.

Sportlich gibt es wie immer Tops und Flops, wobei die Experten zum Großteil schon Recht behalten haben. Die positive Überraschung ist Aufsteiger ES Weißwasser (5. Platz), die große Enttäuschung der hoch gewettete SC Bietigheim (10.). Nachfolgend ein kurzer Überblick, was sich in der ersten Halbserie getan hat.

Bei vier Teams gab es in der ersten Saisonhälfte einen Wechsel auf der Kommandobrücke. Den Anfang machte der EC Bad Tölz (Peter Obresa für Hans Rothkirch), es folgten der ESV Kaufbeuren (Jochen Koch für Doug Kacharvich), der SC Bietigheim (Uli Liebsch für Daniel Naud) und der EHC Straubing (Daniel Naud für Kevin Gaudet).

Sieben der 14 Clubs durften sich schon über den Platz an der Sonne freuen. Je einmal standen der SC Bietigheim, die Lausitzer Füchse aus Weißwasser und die Schwenninger Wild Wings an der Tabellenspitze. Zwei Mal lag der EV Duisburg, vier Mal der EHC Freiburg und sieben Mal der EV Landshut ganz vorne. Der aktuelle Spitzenreiter EHC Straubing nimmt schon zum zehnten Mal die Pole Position ein.

Der Schwenninger ERC ist mit 31 von 39 möglichen Punkten das beste Heimteam, gefolgt vom EV Duisburg, EV Regensburg (beide 30) und dem EHC Freiburg (29). Die Blue Devils stehen in der Heimtabelle mit 20 Zählern auf Rang zehn. Die schwächste Ausbeute auf heimischem Eis haben der ESV Kaufbeuren (14) und der EC Bad Tölz (13).

Kein gern gesehener Gast sind die Straubing Tigers (30 Punkte), die von 13 Auswärtsspielen zehn gewannen. Nur in Landshut, Duisburg und Bad Tölz gingen die Gäubodenstädter als Verlierer vom Eis. In der Auswärtstabelle folgen Schwenningen (22), Duisburg und Landshut (beide 20) mit deutlichem Abstand auf den weiteren Plätzen. Die Blue Devils (6) sind Vorletzter vor dem auswärts alleine noch sieglosen ESV Kaufbeuren (2).

Nach 26 Spielen hat nur der EV Regensburg mit Liga-Torjäger Jason Miller die 100er-Grenze überschritten (101). Dahinter folgen der SC Bietigheim (98) und der EHC Freiburg (96). Die wenigsten Treffer erzielten der ESV Kaufbeuren (63) und die Blue Devils Weiden (62).

Mit lediglich 60 Gegentoren verfügt der EHC Straubing über die stabilste Abwehr. Auch der Schwenninger ERC (67) und der EV Regensburg (68) stehen in der Defensive sehr gut. Die "Schießbude" der Liga steht trotz Topgoalie Martin Cinibulk in Kaufbeuren (118), im Kasten der Blue Devils schlug der Puck 111 Mal ein.

Die längste Erfolgsserie hält Spitzenreiter EHC Straubing mit acht Siegen (23 Punkte) zwischen dem 10. und 17. Spieltag. Der EV Landshut war zum Saisonstart sechs Mal in Folge (17 Punkte) siegreich. Je fünf Mal hintereinander gewannen Weißwasser (15 Punkte), Straubing (15), Freiburg (13) und Duisburg (12). Die beste Serie der Blue Devils waren zwei Siege am Stück, in Bad Tölz (7:1) und gegen Crimmitschau (5:4).

Schlusslicht ESV Kaufbeuren hält die Negativserie - und das gleich doppelt. Vom neunten bis 16. Spieltag verloren die Allgäuer acht Mal in Folge (0 Punkte) und aktuell sind sie schon wieder sieben Spiele (1 Punkt) sieglos. Fünf Mal hintereinander zogen Bad Tölz (0 Punkte), Bremerhaven (1), Essen (1), Weißwasser (1) und aktuell der EHC Freiburg (2) den Kürzeren. Die Blue Devils hatten ihre schlechteste Serie mit vier Nullnummern zwischen Runde 16 und 19.

Der EV Duisburg stellt mit einer Quote von 22,2 (34 Tore/153 Powerplay-Situationen) die gefährlichste Überzahlmannschaft, gefolgt von den Schwenninger Wild Wings mit 21,8 (41/188). Am Ende dieser Wertung liegen wie in der Tabelle die Blue Devils Weiden mit 13,4 (22/164) und der ESV Kaufbeuren mit 10,7 (18/167).

Auch in Unterzahl sind die Schwenninger Wild Wings mit einer Quote von 85,2 (24 Gegentore/163 Situationen) Zweiter. Besser ist nur Tabellenführer Straubing Tigers mit 87,8 (19/157). Die Blue Devils liegen mit 79,4 (31/151) auf Rang zehn. Die schlechtesten Unterzahlteams sind mit je 78,5 der EV Duisburg (32/149) und der EV Landshut (29/135).

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