26.03.2018 - 22:46 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Biathlon, Springen und die Kombi - schade, dass es schon vorbei ist ... Der Winter kann kommen

Jetzt haben auch die Skispringer ihre Sprunglatten verstaut, die Biathleten ihre Gewehre in die Ecke gestellt. Die Kombinierer um Eric Frenzel kriegen an den Anstiegen keine Anweisungen mehr. Schon vor einer Woche hatten die Alpinen ihre Skistiefel ausgezogen. Der Winter ist vorbei - zumindest der Sport-Winter.

von Josef Maier Kontakt Profil

Dabei waren diese letzten Monate ein Traum in Weiß: Deutschland von Flensburg bis Füssen, von Frankfurt (an der Oder) bis Frechen ist wieder eine der dominierenden Wintersport-Nationen gewesen. Dass wir uns tollkühn von Schanzen stürzen können, haben wir früher schon einmal bewiesen. Dass wir mit dem Gewehr (meist) eine ruhige Hand haben, auch. Aber jetzt können wir sogar im Affentempo den Berg runtersausen. Früher waren unsere Jungs an der Reihe, wenn die Fernsehstationen schon wieder auf die nächste Daily Soap geschaltet hatten. Jetzt werden die Abfahrer in Kitzbühel gefeiert und verehrt.

Deutschland ein Wintermärchen: Das gilt auch für die Fernsehsender. An manchen Samstagen und Sonntagen - von acht bis acht, vom Frühstück bis zum Abendessen - Rodeln, Slalom, Biathlon, Eisschnelllauf, Kombination und tollkühne Jungs im Bob. Da musste man im Tagesablauf die notwendigen nichtsportlichen Dinge genau planen. Die Einschaltquoten waren wieder einmal top. Da war auch eine Kombi-Aufholjagd von Frenzel und Co. allemal spannender als eine Partie Fußball Mainz gegen Freiburg oder Schalke gegen Hannover.

Dieser Winter (auch der im tiefsten Südkorea) hat richtig Spaß gemacht. Aber jetzt soll es das schon nach vier Monaten gewesen sein? Auch wenn jetzt einige aufjaulen, die die Minusgrade satt haben und endlich blühende Landschaften wollen. Ich finde: Der nächste Winter kann sofort wieder loslegen.

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