28.02.2005 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils 5:2 gegen die Tölzer Löwen - Doppelschlag in Unterzahl bringt die Entscheidung Endlich wieder ein Erfolgserlebnis

"Endlich wieder ein Sieg. Das ist gut für die Mannschaft, gut für die Fans, gut für uns alle", atmete der zweite Vorsitzende Josef Werner nach dem Match gegen die Tölzer Löwen erleichtert auf. Mit 5:2 (0:1, 3:1, 2:0) gewannen die Blue Devils am Freitagabend und beendeten damit die Serie von fünf Niederlagen in Folge.

von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Allerdings darf das klare Ergebnis nicht darüber hinweg täuschen, dass die Blue Devils gut eineinhalb Drittel eine schwache Leistung - gegen ebenso schwache Tölzer - ablieferten. Werner sprach von "Verunsicherung", Trainer Sergej Svetlov von "Nervosität nach den zuletzt hohen Niederlagen". Die meisten der nur 1087 Zuschauer (Saison-Minusrekord für Punktspiele, nur im Pokal gegen Bietigheim kamen weniger) empfanden dagegen die Darbietung einfach nur als schlecht. Das Pfeifkonzert nach dem ersten Drittel war nicht zu überhören.

Experiment "Alt und Jung"

"Ich habe in der ersten Pause versucht, die Mannschaft zu beruhigen", sagte Svetlov in der Pressekonferenz. Zudem stellte er nach 20 Minuten die Sturmreihen um, denn der Versuch mit Florian Ondruschka neben den Kanadiern Samuel St. Pierre und J. F. Boutin brachte nicht die erhoffte positive Wirkung. Christian Grosch wechselte in den ersten Block, Ondruschka in den dritten zu Holger König und Christian Kinateder. Gelungen ist dagegen das Experiment "Alt und Jung". Routinier Michal Piskor sowie die Youngster Michal Bartosch und Sebastian Wolsch blieben zwar ohne Treffer, setzten aber in spielerischer Hinsicht die meisten Akzente. Im Tor stand am Freitagabend Lukas Lang, der ordentliche Arbeit ablieferte. An den Gegentoren traf den 18-Jährigen keine Schuld.

Den schwachen Weidener Start nutzten die Tölzer früh zum 0:1 (4. Minute). Als Sebastian Wolsch in der Kühlbox saß, war Christian Urban erfolgreich. Bei den Blue Devils lief zunächst nichts zusammen. Der erste Torschuss (Holger König) war erst nach exakt 6:11 Minuten zu notieren. Es folgte eine "Hochkarätige" von Michal Bartosch (8.) - das war's in den ersten 20 Minuten. Die Tölzer Führung ging in Ordnung, denn Derek Mayer traf nur den Pfosten (10.) und Lukas Lang vereitelte eine Riesenchance von Sandro Schönberger (11.).

26 Sekunden nach Wiederbeginn schlug der umformierte erste Weidener Block zu: Christian Grosch markierte in Überzahl das 1:1. Dann schrumpfte allerdings das Trio für zwölf Minuten zum Duo, denn J. F. Boutin bekam wieder einmal eine Disziplinarstrafe wegen Reklamierens aufgebrummt. Für den Kanadier war es bereits die sechste "Zehner" in dieser Saison. Die Folge: Boutin war am Sonntag im Auswärtsspiel in Crimmitschau gesperrt.

Auch das 1:1 brachte zunächst nicht die erhoffte Sicherheit ins Weidener Spiel. Die Fehlerquote blieb hoch, wobei sich Michal Höck den schlimmsten Fauxpas leistete. Im eigenen Drittel verlor der 18-jährige Verteidiger die Scheibe an Josef Kottmair, der unhaltbar für Lukas Lang zum 1:2 einschoss (29.). Das Spiel plätscherte danach ohne große Höhepunkte dahin. Zu einem Zeitpunkt, als eigentlich niemand damit rechnete, schafften die Blue Devils mit dem ersten Doppelschlag des Abends die Wende. Zunächst traf Christian Grosch nach schöner Vorarbeit von Daniel Ström zum 2:2 (37.) und 49 Sekunden später staubte Florian Ondruschka zum 3:2 (38.) ab.

Zu Beginn des Schlussdrittels fiel dann schnell die Entscheidung, dank tatkräftiger Mithilfe der Tölzer. Als Christian Grosch in der Kühlbox saß, landeten Samuel St. Pierre (43.) und Daniel Ström (44.) innerhalb von 70 Sekunden den zweiten Doppelschlag. Danach machte der Tölzer Klasse-Goalie Patrick Couture für seinen Vertreter Ambrosius Fichtner Platz.

"Mein Torwart hat heute nicht gut gehalten und die Abwehrleistung war katastrophal", meinte Peter Obresa hinterher. "Wir waren zwei Drittel überlegen und haben dann das Spiel aus der Hand gegeben", ergänzte der Gästetrainer. Sergej Svetlov war nach dem zweiten Sieg unter seiner Regie natürlich zufrieden: "Die Mannschaft war nicht ganz frisch, aber ab dem zweiten Drittel haben wir besser gespielt. Auch die Chancenverwertung war heute in Ordnung. Allerdings brauchen wir noch viel Geduld."

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