27.05.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils erhalten Lizenz für die 2. Bundesliga ohne Auflagen Lohn für solide Arbeit

Die Blue Devils sorgen mitten im Sommer für Aufsehen - und das im positiven Sinn. Während zahlreiche Eishockey-Clubs im Lizenzierungsverfahren nachbessern oder weitere Unterlagen einreichen müssen, hat die Weidener Führungscrew um Dr. Markus Hummel, Josef Werner und Jürgen Lehner wieder vorbildliche Arbeit geleistet.

von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Wie im Vorjahr haben die Blue Devils die Lizenz für die 2. Bundesliga im ersten Anlauf und ohne Auflagen erhalten. Am Dienstag kam die erfreuliche Nachricht von der ESBG, die Ende vergangener Woche die Unterlagen der Bundes- und Oberligisten gesichtet hat. "Wir haben die Unterlagen komplett eingereicht. Und da wir schon lange dabei sind, unterliegen wir einem vereinfachten Prüfungsverfahren", begründet Jürgen Lehner die rasche Abwicklung.

Zu genauen Zahlen wollte sich der Devils-Manager nicht äußern. Der Etat sei im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich, lediglich bei der Zuschauerkalkulation habe man die Zahlen an den in der letzten Saison erreichten Schnitt angepasst. "Ich hoffe natürlich, dass uns die Fans weiter die Treue halten", sagt Lehner.

Die problemlose Lizenzerteilung ist ein Beweis für die solide Arbeit, die das Führungstrio der Blue Devils leistet. Aber auch die anderen Zweitligisten haben ihre "Hausaufgaben" gemacht, auch wenn teilweise Nachbesserungen nötig sind. Ernsthafte Sorgen bereitet lediglich der EC Bad Nauheim. Bei den Hessen hängt nach dem verpassten DEL-Aufstieg alles von Alleingesellschafter Hans Bernd Koal ab. Stellt er sein finanzielles Engagement ein, droht dem Profi-Eishockey das Aus.

Probleme ohne Ende gibt es dagegen in den Oberligen Süd und Nord. Im Süden ist der SC Riessersee endgültig raus, nachdem das Arbeitsamt den Insolvenzplan abgelehnt hat. Als Wackelkandidaten gelten zudem der Heilbronner EC, der ERC Haßfurt, der ESV Bayreuth und die Selber Wölfe. Fast nur Fragezeichen gibt es in der kürzlich erst wieder ins Leben gerufenen Oberliga Nord. "Die Hälfte wackelt jetzt schon, der Rest spätestens Weihnachten", malen Experten ein düsteres Bild.

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