05.03.2005 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils geraten Ende des ersten Drittels auf die Verliererstraße: 3:8 gegen Spitzenreiter ... Vier Gegentore in dreieinhalb Minuten

Bisher hielt sich Sergej Svetlov mit Kritik an seinen Spielern zurück. Seit Freitagabend ist damit Schluss. Nach der 3:8 (1:5, 0:2, 2:1)-Heimniederlage der Blue Devils gegen Spitzenreiter EHC Straubing redete der Coach Klartext und ging vor allem mit Goalie Christian Meiler hart ins Gericht.

von Rudolf Gebert Kontakt Profil

"Smiley" hatte sich im ersten Drittel fünf Dinger - davon vier in den letzten dreieinhalb Minuten - eingefangen und bei einigen nicht gut ausgesehen. "Die Mannschaft war heiß und hat toll angefangen. In den ersten zehn bis 15 Minuten waren wir klar die bessere Mannschaft auf dem Eis. Und dann ist jeder Schuss drin, das macht die Mannschaft kaputt. Ohne konkurrenzfähigen Torwart können wir kein Spiel gewinnen. Wie soll ich die Jungs nach so einem Spiel noch motivieren", sagte Svetlov in der Pressekonferenz.

Sein Straubinger Kollege Daniel Naud war natürlich erleichtert, dass sich sein Team für die Derbypleite gegen Regensburg rehabilitiert hat. "Am Anfang waren wir schon etwas nervös. Doch dann haben wir die Überzahlsituationen gut genutzt und anschließend das Spiel nicht mehr aus der Hand gegeben", erklärte Naud, der Weiden dann noch Mut für den weiteren Saisonverlauf zusprach: "Die Mannschaft hat trotz des aussichtslosen Rückstandes nicht aufgegeben. Noch ist nichts verloren, in der Abstiegsrunde ist alles möglich."

Vier Chancen vergeben

Um allerdings ab 18. März eine reelle Chance auf den Klassenerhalt zu haben, muss schleunigst einiges verbessert werden. Für die erste Viertelstunde muss hier in erster Linie wieder einmal die Chancenverwertung genannt werden. Weiden setzte dem Spitzenreiter überraschenderweise gehörig zu und zeigte auch beim Powerplay mehr als positive Ansätze. Bei zwei Überzahlspielen hatten Sebastian Wolsch (6. und 7. Minute) und J. F. Boutin (8. und 9.) vier tolle Möglichkeiten, doch der Straubinger Ersatzkeeper Andreas Gegenfurtner war jeweils auf dem Posten.

Statt einer verdienten Weidener Führung stand es dann plötzlich 0:1, als Calvin Elfring mit einem Distanzschuss ins Schwarze traf (11.). Diesen ersten Rückschlag steckten die Blue Devils noch weg. Nachdem Samuel St. Pierre, vor der Partie als "Spieler des Monats Februar" geehrt, eine Riesenchance (14.) kläglich vergeben hatte, traf J. F. Boutin in Überzahl zum 1:1 (15.). Doch dann brach das Unheil über die Blue Devils herein. Nach dem 1:2 durch Thomas Kulzer (17.) gab es kurz hintereinander drei Strafzeiten gegen Weiden, was der Spitzenreiter durch Norman Batherson zum 1:3 (18.) und 1:4 (20.) nutzte. Und eine Sekunde vor der Drittelsirene legte Dallas Fallscheer noch das 1:5 drauf.

Nach Wiederbeginn feierte Reinhard Haider knapp fünf Wochen nach seinem Kieferbruch sein Comeback. Genau 31 Sekunden stand die "Nummer 31" zwischen den Pfosten, da nutzte Niklas Hede einen Fauxpas von Stefan Keski-Kungas zum 1:6. Neben Christian Meiler blieb nach dem ersten Drittel auch Stephan Hagn auf der Bank. Er hatte sich zwei dumme Strafen geleistet, was Sergej Svetlov nicht gefiel. Fortan stürmte Peter Gruhle im dritten Block neben Christian Kinateder und Holger König. Von Weidener Offensivaktionen war nach dem klaren Rückstand aber nicht mehr viel zu sehen. Der Spitzenreiter kontrollierte im Schongang das Geschehen und erhöhte durch Bill Trew auf 1:7 (37.). Bei diesem Treffer war die Weidener Abwehr, in der Jan Penk (krank) schmerzlich vermisst wurde, regelrecht schwindlig gespielt worden.

Positiv ist der Weidener Truppe anzurechnen, dass sie kämpferisch überzeugte und sich ständig um eine Resultatsverbesserung bemühte. Dies gelang im Schlussdrittel durch die Treffer von Samuel St. Pierre (44.) und J. F. Boutin (55./Überzahl). Dazwischen hatte Kevin Lavallee (46.) den achten Straubinger Treffer markiert.

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