17.12.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils heute beim bisher enttäuschenden SC Bietigheim - Mayer und Hagn auf der Bank Sulak: "Wollen uns nicht verstecken"

Leos Sulak ist vor der heutigen Zweitliga-Partie (Beginn 20 Uhr) beim SC Bietigheim in erster Linie als Psychologe gefordert. Der Coach der Blue Devils muss das 0:9-Debakel zum Saisonauftakt aus den Köpfen seiner Cracks vertreiben.

von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Das Match vom 10. September darf aber nicht unbedingt als Maßstab genommen werden. Die im bisherigen Saisonverlauf enttäuschenden Württemberger erwischten damals einen ihrer wenigen guten Tage und ließen der Weidener Rumpftruppe nicht den Hauch einer Chance. Nach 20 Minuten lagen die ohne Daniel Ström, Roman Göldner, Samuel St. Pierre, Holger König und Florian Zellner angetretenen Blue Devils schon aussichtslos mit 0:5 zurück. Dass sie mit Bietigheim durchaus mithalten können, bewiesen die Weidener in der unglücklich verlorenen DEB-Pokal-Partie (2:3).

"Steelers" nur Zehnter

Vor Saisonbeginn wurden die "Steelers" wegen ihres obligatorischen Star-Aufgebots zu den Topfavoriten gezählt. Und auch selbst gaben die Verantwortlichen einen Platz unter den ersten Vier als Ziel aus. Doch schnell wurde klar, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit Welten liegen. Trainer Daniel Naud - inzwischen bei Spitzenreiter EHC Straubing unter Vertrag - wurde gefeuert, der bisherige sportliche Leiter Uli Liebsch übernahm das Kommando. Die Wende ist bislang ausgeblieben, als Tabellenzehnter liegt Bietigheim sechs Punkte hinter dem letzten Play-off-Platz.

"Von den Namen her müssten die viel höher stehen", kann sich auch Devils-Coach Leos Sulak das schwache Abschneiden der "Steelers" nicht erklären. Besonders die Abwehr ist mit 103 Gegentoren zur "Schießbude" geworden, lediglich die Tabellennachzügler Weiden (111) und Kaufbeuren (118) haben mehr kassiert. Und das, obwohl Bietigheim mit dem Ex-Nauheimer Jason Elliott einen der besten Zweitliga-Keeper zwischen den Pfosten hat. Die Stärken liegen in der Offensive (98 Tore, zweitbeste Ausbeute der Liga), was bei Topspielern wie Craig Teeple, Andrej Kovalev, Alexandre Jacques, Chris Straube, Terence Campbell oder Brad Rooney auch nicht überrascht.

"Wir müssen defensiv gut stehen, wollen uns aber nicht verstecken", gibt Leos Sulak die Weidener Marschroute vor. Personell bieten sich dem Coach mit Rückkehrer Florian Mayer und Stephan Hagn, der endlich "Grünes Licht" für einen Einsatz hat, mehr Alternativen. Beide haben zwar laut Sulak noch Trainingsrückstand, doch sie sitzen auf der Bank und dürfen "eventuell ein Drittel mitmischen".

Wie im erfolgreichen Heimspiel gegen Freiburg setzt Sulak wieder auf Stefan Keski-Kungas als Center im ersten Block neben Samuel St. Pierre und J. F. Boutin. Dahinter verteidigt das Abwehrpärchen Daniel Ström und Roman Göldner. Formation zwei bilden Sebastian Wolsch, Holger König und Michal Piskor (Sturm) sowie Jan Penk und Florian Ondruschka (Abwehr). Ondruschka wird den Blue Devils übrigens zwischen Weihnachten und Neujahr wegen Einsätzen in der deutschen U-18-Nationalmannschaft nicht zur Verfügung stehen. Im dritten Block spielen Alexander Herbst und Michael Höck (hinten) sowie Christian Grosch, Christian Kinateder und Peter Gruhle (vorne). Zwischen den Pfosten steht heute Reinhard Haider und am Sonntag im Heimspiel gegen Bremerhaven Lukas Lang.

Noch keine Entscheidung

Ob die Verteidigung der Blue Devils Zuwachs bekommt, ist noch nicht entschieden. "Er hat keinen schlechten Eindruck gemacht", äußerte sich Leos Sulak zum dreitägigen Probetraining von Christian Witthohn. Mit einer Entscheidung sei im Laufe der nächsten Woche zu rechnen.

Aufgebot Blue Devils Weiden: Haider, Meiler - Ström, Göldner, Ondruschka, Penk, Herbst, Höck - St. Pierre, Keski-Kungas, Boutin, Wolsch, Piskor, König, Grosch, Kinateder, Gruhle, Mayer, Hagn, Zellner.

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