29.12.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils unterliegen Duisburg 2:6 Powerplay erschreckend schwach

Die Blue Devils bleiben gegen den EV Duisburg auch nach sieben Versuchen ohne Sieg. Dabei war es eigentlich noch nie so einfach, die Westdeutschen zu bezwingen, wie am Dienstagabend. Doch am Ende lautete das aus Weidener Sicht ernüchternde Resultat 2:6 (1:1, 0:1, 1:4).

von Rudolf Gebert Kontakt Profil

In den ersten 40 Minuten waren die ohne J. F. Boutin, Stephan Hagn, Florian Ondruschka und Florian Bartels angetretenen Blue Devils überwiegend die tonangebende Mannschaft, doch die Angriffsleistung war wieder einmal mangelhaft. Erschreckend schwach war erneut das Powerplay, selbst bei fünf gegen drei (insgesamt rund drei Minuten lang) sprang kein Treffer heraus.

Lob von Didi Hegen

"Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden, mit dem Auftreten der Mannschaft schon", sagte Trainer Leos Sulak nach dem Match. "Die Moral ist Ordnung. Die Mannschaft hat gekämpft, aber es hat eben nicht gereicht", so Sulak weiter. Zustimmung bekam er von Gästecoach Didi Hegen, der von der Leistung seiner Truppe nicht besonders angetan war: "Im ersten Drittel war Weiden klar besser, im zweiten haben wir Glück gehabt, dass Weiden unsere doofen Strafzeiten nicht bestraft hat. Das 3:1 zu Beginn des letzten Drittels war dann ausschlaggebend für den hohen Sieg. Es war ein schweres Spiel für uns."

Schon in Anfangsphase wurde deutlich, woran es im Weidener Spiel am meisten krankt. Als in der 5. Minute zwei Duisburger in der Kühlbox saßen, wurde kein einziger gefährlicher Schuss auf den Kasten von Goalie Patrick Koslow abgefeuert. Neben der Klasse fehlt auch das Selbstvertrauen, keiner übernimmt Verantwortung. Gleiches trifft für die Minuten 11 und 12 zu, als die Blue Devils 71 Sekunden lang mit zwei Mann mehr vergeblich ihr Glück versuchten.

1:1 durch Holger König

Wie einfach es geht, zeigte der Tabellendritte wenig später: Calle Johansson zog in Überzahl ab, Shawn McNeil nahm Devils-Keeper Lukas Lang die Sicht und fälschte die Scheibe unhaltbar zum 0:1 (15.) ab. Weiden schlug aber zurück und kam zum mehr als verdienten 1:1 (19.). Vorbereiter war Jan Penk, der einen Schuss antäuschte, aber den freistehenden Holger König mustergültig bediente.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts zog Duisburg kurzzeitig das Tempo etwas an. Lukas Lang, der sich bei einigen "Ausflügen" das Leben selbst schwer machte, war aber zunächst auf der Linie eine Bank. Lediglich den verdeckten Schuss von Petri Kujala musste er zum 1:2 (27.) passieren lassen. Wenig später sorgte Christian Kinateder für Erheiterung auf den Rängen. Als Daniel Pietta hinter dem Kasten Lukas Lang attackierte, rastete der Kapitän förmlich aus und prügelte wie wild auf den Duisburger ein: 2 + 2 + 10 Strafminuten war die Folge.

Da aber auch zwei Gästespieler in die Kühlbox marschierten und nur wenig später Topskorer Hugo Boisvert mit einer Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe (hoher Stock gegen Michal Piskor) vom Eis musste, bot sich bei fünf gegen drei die Chance zum Ausgleich. Doch über das Powerplay kann man nur den Mantel des Schweigens decken.

Zu Beginn des letzten Abschnitts brachte der zuvor gute Lukas Lang die Blue Devils endgültig auf die Verliererstraße. Nach einem harmlosen Weitschuss von Torsten Kienass nutzte erneut Kujala die Unsicherheit von Lang zum 1:3 (42.). Von da an machte sich im Weidener Team Resignation breit und Duisburg zog durch Daniel Pietta (44. und 47.) auf 5:1 davon.

Nur Ergebniskosmetik

Der zweite Treffer von Holger König (48.) nach gekonnter Vorarbeit von Michal Piskor war nur noch Ergebniskosmetik. Der Kanadier McNeil hatte den Torreigen eröffnet, nach einem weiteren groben Lang-Patzer sorgte er auch für den Endstand (53.). Und schließlich versuchten sich die Blue Devils in den letzten fünf Minuten noch drei Mal erfolglos im Powerplay.

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