08.09.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Das Spitzenspiel der Kreisliga Nord steigt am Sonntag, wenn der Tabellenführer den ... Knaller-Spiel in Grafenwöhr

Beide 15 Punkte: Gastgeber Grafenwöhr sogar noch ohne Gegentor. Das Spitzenspiel der Kreisliga Nord steigt am Sonntag, wenn der Tabellenführer den Tabellenzweiten, die SpVgg SV Weiden II erwartet.

Der Weidener Florian Reich (links) hofft, vor den Kemnathern Norbert Ferstl (Mitte) und Jonas Reichenberger (rechts) am Ball zu sein. Die Partie war mit dem 5:1-Sieg eine klare Angelegenheit für die Bayernliga-Reserve. Schwieriger wird es sicher am Sonntag, wenn es zum Spitzenspiel nach Grafenwöhr geht. Bild: Eger
von Autor CHAPProfil

Im Mittelpunkt des siebten Spieltages der Kreisliga Nord steht das Gipfeltreffen zwischen der noch immer ungeschlagenen SV Grafenwöhr (1./15, ein Spiel weniger) und Verfolger SpVgg SV Weiden II (2./15). Logisch, dass die Hausherren ihre makellose Bilanz fortsetzen wollen. Nach dem klaren 5:1-Sieg über Kirchenthumbach versucht der SV Plößberg (4./11) beim TSV Erbendorf (8./8) erfolgreich nachzulegen. Schon etwas überraschend wartet der SV Neusorg (14./1) auf den ersten Saisonsieg. Ob dieser ausgerechnet bei der DJK Irchenrieth (9./8) gelingt, bleibt abzuwarten.

SV Grafenwöhr So. 15 Uhr SpVgg SV Weiden II

Grafenwöhr ist nach dem Sportgerichtsurteil - die Partie beim TSV Erbendorf wurde mit 2:0 für die Sportvereinigung gewertet - Tabellenführer der Kreisliga Nord. Dort möchte Trainer Roland Lang auch nach der Partie am Sonntag noch zu finden sein. Allerdings fallen mit Hammermann, Rahn, Bernet und Drat wichtige Spieler aus. "Unabhängig von der Aufstellung des Gegners spielen wir voll auf Sieg."

Mit großer Vorfreude reist die junge Wasserwerkelf an. "Natürlich muss man sich noch deutlich steigern, um im Spitzenspiel erfolgreich zu sein", weiß Trainer Rainer Fachtan. "Besonders in der Defensive und bei Standardsituationen ist noch Luft nach oben." Rückkehrer und Urlauber der ersten Mannschaft werden vermutlich Spielpraxis erhalten.

DJK Weiden So. 15 Uhr SVSW Kemnath

"Der Sieg im Derby war zwar glücklich, aber nicht unverdient", blickt Trainer Matthias Müller zurück. Wichtig war ihm auch, dass sein Team zum zweiten Mal ohne Gegentor blieb. Deshalb geht er selbstbewusst in die Partei, trotz einer starken Gästeoffensive. "Wir wollen wenigstens einen Punkt." Bis auf Ertl, Wildgans und Zahn steht der komplette Kader zur Verfügung.

Die spielerisch beste Saisonleistung attestierte Gästetrainer Christian Ferstl seiner Mannschaft gegen Irchenrieth. Zwei Siege in Folge der Hausherren sind für ihn Warnung genug. Mit einer spielerisch und taktisch überzeugenden Leistung will er unbedingt drei Punkte einfahren. Fehlen wird Mesert, etliche Spieler sind angeschlagen.

DJK Irchenrieth So. 15 Uhr SV Neusorg

"Wir haben uns in Kemnath nicht gewehrt, die Einstellung passte nicht, so dass die Niederlage in Ordnung geht", blickt Trainer Benjamin Scheidler zurück. Gegen den Tabellenletzten wären alles andere als drei Punkte eine Riesenenttäuschung. "Der Gegner ist mit Sicherheit viel stärker, als es der Tabellenplatz aussagt", warnt Scheidler sein Team. Hoch und Stipek stoßen wieder zum Kader.

Auf die gute zweite Halbzeit gegen die SpVgg SV Weiden II wollen die Gäste aufbauen. "Um den ersten Saisonsieg einzufahren, müssen die leichtfertigen Abwehrfehler abgestellt werden", sagt Spielleiter Johannes Demleitner. Fehlen werden zusätzlich Sachs und Braun.

FC Weiden-Ost So. 15 Uhr DJK Ebnath

Nach dem Spielausfall fordert FC-Trainer Peter Kämpf sein Team auf, sofort wieder in die Spur zu finden. "Wir stehen unter Zugzwang und müssen gegen einen unbequemen Gegner unbedingt gewinnen", setzt Kämpf die Mannschaft bewusst unter Druck. Nun gilt es, die im Training gezeigten Leistungen unter Beweis zu stellen. Bis auf zwei Urlauber sind alle Akteure einsatzfähig. Nach drei Niederlagen in Folge reisen die Gäste mit gemischten Gefühlen an. Einerseits kehren mit Wolfgang Schinner und Daniel Walther zwei Stammkräfte zurück, andererseits ist der Einsatz von Bene Hofmann und Manuel Schmid fraglich. Trainer Markus Sebald hatte an der zuletzt gezeigten Leistung wenig auszusetzen, allerdings konnte die mangelhafte Chancenverwertung nicht abgestellt werden. Dennoch traut er seiner Mannschaft einen Punktgewinn zu.

TSV Erbendorf So. 15 Uhr SV Plößberg

Beim 3:1-Sieg in Ebnath war TSV-Trainer Stefan Rupprecht mit der Anfangsphase überhaupt nicht einverstanden. "Aber die Mannschaft hat sich in die Partie rein gekämpft und endlich die Torchancen konsequent genutzt." Gegen den Gast fordert er sein Team auf, von Beginn an hellwach zu sein. Wichtig wird es auch sein, den Toptorjäger Sonnberger in den Griff zu bekommen.

Für Kollege Harry Walbert gilt, die zuletzt gezeigte Leistung auch auswärts zu bestätigen. "In den vergangenen zwei Jahren waren die Begegnungen immer heiß umkämpft. Natürlich müssen wir auf die starke Offensive um Sturmführer Sandro Hösl aufpassen. An einem guten Tag kann er allein ein Spiel entscheiden." Personell gibt es vermutlich keine großen Veränderungen.

SC Kirchenthumbach So. 15 Uhr VfB Mantel

Nach dem herben Rückschlag in Plößberg erwartet SC-Coach Daniel Klempau umgehend Wiedergutmachung. "Fehler wie dort dürfen uns nicht wieder passieren. Auch wenn der Respekt vor dem Aufsteiger groß ist, fordere ich zu Hause drei Zähler." Allerdings plagen Klempau große Personalsorgen. Mittlerweile fehlen neun Spieler. Nach dem wichtigen Sieg vom letzten Wochenende über Tremmersdorf würde VfB-Trainer Tobias Heindl gerne nachlegen. Aber das wird nicht so einfach. "Ich erwarte eine intensive Partie." Jany und Schärtl fallen weiterhin aus.

Anadoluspor Weiden

Die vermeidbare Niederlage in Mantel war für Trainer Robert Schäffler ärgerlich und hat wieder einmal gezeigt, dass in dieser Liga einzelne individuelle Schwächen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Gegen den Aufsteiger will er ohne wenn und aber zurück in die Erfolgsspur. Scherl fällt aus, dafür kehrt Schnödt zurück. Eigene Fehler und eine katastrophale Chancenverwertung waren für Gästetrainer Chousein Chousein Schuld an der bitteren Derbyniederlage gegen die DJK Weiden. Noch immer beklagt er viele Ausfälle, so dass es schwer wird, in Tremmersdorf zu bestehen. Dabei wäre ein Erfolgserlebnis gut für die angeschlagene Moral.

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